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Langenstein ehrt seinen größten Sohn

Dorffest mit Festakt Langenstein ehrt seinen größten Sohn

Am Samstag ist der Tag der Premieren in Langenstein. Der neue Dorfverein tritt erstmals als Veranstalter auf. Sein Dorffest gibt‘s zum ersten Mal, und der Platz vor dem Friedhof bekommt erstmals einen Namen.

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Langensteins Ortsvorsteher Udo Lauer steht auf dem künftigen Heinrich-von-Langenstein-Platz, der von der Friedhofsmauer und dem langen Stein (links) begrenzt wird. Am Samstag wird der Platz nach dem berühmten Gelehrten benannt.

Quelle: Matthias Mayer

Langenstein. Der Gelehrte Heinrich von Langenstein (1325 bis 1397) ist der Namensgeber des zwischen Friedhof, Kirche, Pfarrhaus und Gemeindezentrum gelegenen Platzes. Damit erfährt der größte Sohn Langensteins eine Ehrung, die laut Ortsvorsteher Udo Lauer längst überfällig ist. Gegenüber der OP erzählt Lauer, dass er sich schon als 24-Jähriger bei seinem Einstieg in die Kommunalpolitik für eine Heinrich-von-Langenstein-Straße starkgemacht habe. Eine solche sei damals allerdings nur an der Peripherie in einem Neubaugebiet möglich gewesen. Eine Straße am Dorfrand sei jedoch der Bedeutung des Naturwissenschaftlers und Theologen nicht angemessen gewesen, so Udo Lauer.

Gedenktafel wird am Sonntag enthüllt

Heinrich von Langenstein stammt übrigens nicht aus einem Adelsgeschlecht, sondern aus einem armen Elternhaus. Der Name von Langenstein ist lediglich eine Herkunftsbezeichnung, die der als Heinrich Heimbuche geborene Langensteiner als Namen annahm. Zeitweise war er auch als Heinrich von Hessen bekannt.

Heinrich von Langenstein zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Wissenschaftlern der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Er gilt als Gründer der Theologischen Fakultät der Universität Wien und Initiator der astronomisch-mathemathischen Tradition der Hochschule. 2009 hat die Katholisch-theologische Universität Wien ihm eine Gedenktafel im Stephansdom gewidmet.

Eine Gedenktafel wird künftig auch in Langenstein an den großen Gelehrten erinnern. Diese wird am Samstag ab 15 Uhr bei einem von den Langensteiner Vereinen gestalteten Festakt enthüllt.

Los geht es mit einer Grenzgang-Wanderung

Dieser Festakt ist in das Dorffest eingebettet, das am Samstag um 9 Uhr mit einer Grenzgang-Wanderung rund um Langenstein beginnt. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Backhaus. Zur gleichen Zeit beginnt das Kinderprogramm am Heinrich-von-Langenstein-Platz. Ab 12.30 Uhr gibt es dort eine Mittagspause mit Bewirtung im Zelt vor dem Pfarrhaus. Nach dem Festakt gibt es ein gemütliches Beisammensein, bei dem die örtlichen Vereine für Unterhaltung und Bewirtung sorgen, sowie eine Fortsetzung des Kinderprogramms.

Der Dorfverein wurde gegründet, als der Langensteiner Friedhofsausschuss des evangelischen Stadtteils von der Stadt vor die Alternative gestellt worden war, entweder die Friedhofspflege ganz in eigener Regie zu übernehmen oder künftig die nahezu kostendeckenden Friedhofsgebühren der städtischen Friedhöfe zu übernehmen. Da diese um ein Mehrfaches über den alten Gebühren liegen, gab es im Ortsbeirat und in einer Gemeindeversammlung ein klares Votum für das Eigenleistungsmodell.

Votum für das Eigenleistungsmodell.

„Das war der Auslöser für die Gründung des Dorfvereins“, erzählt Udo Lauer, der Vorsitzender des inzwischen auf 130 Mitglieder angewachsenen Vereins ist.

Die Friedhofspflege funktioniere reibungslos. 40 Helfer bildeten acht Fünfer-Gruppen. Alle zwei Wochen arbeite eine dieser Gruppen auf dem Friedhof, berichtet der Ortsvorsteher. Der Verein wolle sich aber auch um andere Projekte in Langenstein kümmern und sich am Samstag der Öffentlichkeit vorstellen.

von Matthias Mayer

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