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Lange Zeit des Wartens ist zu Ende

Bauhofs-Einweihung Lange Zeit des Wartens ist zu Ende

Der Umzug ist geschafft, Stadtallendorf dürfte ­jetzt über einen der ­modernsten Baubetriebshöfe des Kreises verfügen, geplant und gebaut für den Bedarf in den nächsten Jahrzehnten.

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Bei der Einweihung standen Bauhofsfahrzeuge vor dem neuen Salzlager des Betriebshofes Spalier und dokumentierten die zahlreichen Aufgaben der Mitarbeiter.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Das Interesse war groß, die leergeräumte Fahrzeughalle reichte am Dienstagnachmittag gerade aus für die Zahl der Gäste der Einweihungsfeier. Ein Projekt, das einen langen Vorlauf hinter sich hatte, ist damit abgeschlossen.

Die bisher getrennten Bauhöfe sind nun auf einem Gelände in der Niederrheinischen Straße vereint. Damit kehrt zugleich auch der Wertstoffhof wieder an seinen früheren Standort zurück. Ab diesem Samstag, 6. Februar, bieten die Stadtwerke dort wieder ihren bewährten Service für die Stadtallendorfer Bürger an. Ab sofort ist dort die Abgabe von Wertstoffen bereits ab 9 Uhr möglich.

In Stadtallendorf ist der Neubau des Bauhofes fertiggestellt und eingeweiht worden.

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Kinder des Kindergartens St. Michael übernahmen mit kleinen Liedbeiträgen die musikalische Einstimmung auf die Feierstunde. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) erinnerte an den langen Weg von ersten Überlegungen bis zum Bau. Das Gelände, auf dem bereits vor dem Bau die Stadtwerke ihren Betriebs- und Wertstoffhof untergebracht hatten, gehört der Stadt seit 1977.

Früher befand sich dort ein Schrottplatz. Dessen Altlasten sollten später zu einigen Verzögerungen und Verteuerungen führen. Gleich nach der Jahrtausendwende hatte es Überlegungen gegeben, den Bauhof im früheren Betriebsstoff-Lager der Bundeswehr unterzubringen. Doch das erwies sich als nicht machbar, wie Untersuchungen ergaben.

Schließlich begann 2007 der Planungsprozess, zunächst mit dem Auswahlverfahren für das Architektenbüro. Dann folgten die Verzögerungen, etwa durch den Hessentag 2010, der Vorrang bekam. „Hausherren“ sind die Leiter des Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI) und der Stadtwerke, Sigrid Waldheim und Giselher Pontow. Beide erinnerten in ihren kurzen Redebeiträge an die Verbesserungen für ihre Mitarbeiter, insbesondere durch die Sozialräume.

„Geglaubt, dass es endlich losgeht, haben es unsere Mitarbeiter erst, als der Abbruch der alten Gebäude begann“, fasste Waldheim zusammen. Pontow erinnerte daran, dass auch die Stadtwerke­mitarbeiter zwischenzeitlich in Containern und Garagen arbeiteten. „Wir erfüllen die Wünsche der Menschen, die hier arbeiten“, sagt er. Rolf Weber vom Personalrat nahm später diesen Gedanken auf. „Jetzt gibt es keine Duschen mehr, bei denen man Angst hatte, von Tieren angesprungen zu werden. Wir sagen einfach danke“, so Weber. Etwa 20 Mitarbeiter hat der Baubetriebshof von DuI, weitere sechs die Stadtwerke.

Jetzt sind Werkstätten, Lager und Fahrzeuge an einem Standort vereint, gemietete Hallen im Stadtgebiet nicht mehr notwendig (die OP berichtete).

All das hat aber auch seinen Preis und der änderte sich im Laufe der Jahre erheblich: 4,9 Millionen Euro betrug die erste Kostenschätzung. Im Jahr 2013 lag die Kostenkalkulation dann bereits bei 5,6 Millionen Euro. Am Ende dürfte die Bausumme 6,1 Millionen Euro betragen, wie Somogyi bei der Einweihung erläuterte. Ein Teil der Kostensteigerungen ist den entsorgten Altlasten geschuldet, die bis hin zu Altbatterien und Autoteilen reichte. Deshalb hatten die Aufsichtsbehörden der Stadt auch ein Bodenmanagement auferlegt. Jede aus dem Erdreich geholte Schaufel Boden war bei Baubeginn untersucht worden.

 
Fakten

Einige Eckdaten:

22.645 Quadratmeter Grundstücksfläche

etwa 16.000 Kubikmeter Gebäudevolumen

Grundfläche der Gebäude: 2800 Quadratmeter

Neu entstanden sind Werkstätten, Maschinenhallen, Wertstoffhof mit neuer Zufahrt, ein gemeinsames Sozialgebäude, ein Stadt­werke-Gebäude und Fahrzeughallen.

 

von Michael Rinde

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