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Landrat widerspricht LTE-Gerüchten

Internetanbindung Landrat widerspricht LTE-Gerüchten

Die Breitband GmbH und die Telekom sind sich über den Breitbandausbau für schnelle Internetverbindungen einig geworden. Stadtallendorf und Neustadt werden als letzte Kommunen profitieren.

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Auch Stadtallendorf wird flächendeckend mit Glasfasertechnologie versorgt, Ausnahmen soll es keine geben. Fotomontage: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Am vergangenen Freitag stimmte die Gesellschafterversammlung der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH einstimmig für die Annahme der Vereinbarung mit der Deutschen Telekom AG (die OP berichtete am Samstag).

Der Netzausbau soll bis Sommer 2015 geschafft sein, die Breitband GmbH investiert zehn Millionen Euro. Allerdings wird das Industriezentrum des Kreises ebenso wie die Nachbarstadt Neustadt zum Ausbauabschnitt 7 gehören - und damit zu den letzten Städten im Kreis, die an die Reihe kommen. Die Stadt Stadtallendorf ist mit einem Betrag von 106000, die Stadt Neustadt mit 45000 Euro an der Breitband GmbH beteiligt. Doch die Einlagenhöhen spielten bei Aufstellung der Planung keine Rolle. Sie orientierte sich alleine an einem Vorschlag der Telekom AG an die Breitband GmbH während der Verhandlungen. Dies betonte Landrat Robert Fischbach auf Nachfrage dieser Zeitung und erneuerte seine Aussage vom vergangenen Freitag: „Jede Veränderung hätte zu Verzögerungen und auch zu hören Kosten geführt.“ Fischbach wie auch die Bürgermeister von Stadtallendorf und Neustadt verweisen darauf, dass der Ausbau nunmehr in vergleichsweise kurzer Zeit vonstatten gehen soll. „Eine Diskussion über die Reihenfolge sollte man nicht führen. Für mich ist wichtig, dass es nun losgeht“, sagt Christian Somogyi (SPD). Eine ähnliche Formulierung verwendete auch sein Neustädter Amtskollege Thomas Groll (CDU).

In Stadtallendorf machte in den vergangenen Tagen das Gerücht die Runde, dass Breitband GmbH und Telekom AG bei einzelnen Stadtteilen womöglich lieber auf eine Funklösung, aufbauend auf der LTE-Technik, setzen könnte. Schließlich wirbt gerade die Telekom derzeit mit ihrem LTE-Ausbau in Stadtallendorf (die OP berichtete). Doch auch dem widerspricht Fischbach auf Nachfrage. „Es werden alle Kabelverteiler mit Glasfaser versorgt, ohne Ausnahme“, betont Fischbach. Die LTE-Technologie sei auf die mobile Internetnutzung ausgerichtet.

Auch der Aussiedlerhof soll profitieren

Doch gilt das Glasfaser-Versprechen mit all seinen positiven Konsequenzen beispielsweise auch für einen kleinen Aussiedlerhof in Stadtallendorfs Stadtteil Wolferode? Fischbach sagt Ja. Es bleibe bei der grundlegenden Aussage, dass der Kreis flächendeckend mit Datenübertragungs-Geschwindigkeiten von 25 bis 50 mbit pro Sekunde versorgt wird. „Jeder wird am Ende des Ausbaues mehr Leistung haben als vorher“, verspricht Fischbach abermals.

Telekom und Breitband GmbH werden ihren Vertrag wohl am 14. August unterzeichnen. Der Beginn des Netzausbaues ist für Anfang September im Raum Biedenkopf geplant.

von Michael Rinde

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