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Landkreis gibt die Markthalle wieder frei

Noch keine Flüchtlinge Landkreis gibt die Markthalle wieder frei

Die Markthalle in Kirchhain soll so schnell wie möglich wieder als Veranstaltungshalle für die Stadt und ihre Vereine nutzbar sein.

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Die Markthalle wird in Kürze wieder für die Kirchhainer Vereine und andere Veranstalter nutzbar sein.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchain. Das teilte Stephan Schienbein gestern Nachmittag für den Landkreis in einer Pressemitteilung mit. „Das Gebäude, das im Rahmen der geplanten Notunterbringung für Flüchtlinge als Aufenthalts- und Betreuungsort Teil des Konzeptes des Landkreises Marburg-Biedenkopf war, wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung nicht mehr benötigt“, schreibt der Pressesprecher des Kreises und zitiert Landrätin Kirsten Fründt (SPD): „Wir halten unsere Zusage ein, Veranstaltungsorte wie Turnhallen oder Bürgerhäuser nicht zu nutzen oder schnellstmöglich wieder für eine reguläre Nutzung freizugeben.“

Die Stadt Kirchhain hatte dem Landkreis die Markthalle für die Notunterbringung von Flüchtlingen angeboten, nachdem der Kreis ursprünglich geplant hatte, 400 Flüchtlinge allein im ehemaligen Rewe-Markt Im Riedeboden unterzubringen. Die Stadt hatte diesen Standort als viel zu klein für so viele Menschen abgelehnt und für den Standort Festhalle/Marktplatz geworben.

Kompromiss gefunden

Nachdem es in dieser Frage zu einer offenen Konfrontation zwischen Bürgermeister Jochen Kirchner und der Landrätin gekommen war, wurde ein Kompromiss gefunden: 160 Flüchtlinge für den alten Rewe-Markt, 240 für den Standort Festplatz/Markthalle. Tatsächlich wurde bislang keine der vom Kreis geschaffenen Notunterkünfte in Kirchhain, Niederwalgern und Dautphe bezogen.

Es gebe noch keine Signale des Landes, ob die Notunterkünfte kurz-, mittel-, oder langfristig benötigt würden, sagte Stephan Schienbein auf OP-Anfrage.

Unterdessen hat der Landkreis einen Teil der eingezäunten Parkplätze zwischen der Zelthalle und der Markthalle freigegeben. Damit ist auch das TSV-Sportgelände wieder über den Haupteingang erreichbar.

Die Zelthalle soll laut Landkreis vorerst stehenbleiben. Da an und in der Markthalle keinerlei Veränderungen vorgenommen wurden, rechnet der Landkreis mit einer zeitnahen Freigabe der Markthalle. Bürgermeister Jochen Kirchner war gestern Nachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

von Matthias Mayer

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