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Land steuert 65 000 Euro bei

Feuerwehrgerätehaus Land steuert 65 000 Euro bei

Das Feuerwehrgerätehaus in Hatzbach gilt als das schlechteste in Stadtallendorf. Möglichst noch in diesem Jahr soll der Neubau beginnen.

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Gruppenbild vor dem nicht zeitgemäßen Feuerwehrgerätehaus: Gestern übergab Finanzminister Dr. Thomas Schäfer den Förderbescheid an Bürgermeister Christian Somogyi. Foto: Michael Rinde

Hatzbach. Frohe Kunde aus Wiesbaden: Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) überbrachte gestern persönlich den Förderbescheid für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Hatzbach. 65000 Euro steuert das Land bei, die Stadt Stadtallendorf rechnet mit Baukosten von 540000 Euro.

1970 bezog die Hatzbacher Wehr die frühere Dreschmaschinenhalle. Es mangelt dort an vielem. Feuerwehrleute müssen ihre Dienstkleidung auf Kleiderbügel hängen, der Schulungsraum ist zu klein. Mehrfach haben die Aufsichtsbehörden die Zustände dort bereits beanstandet.

Abhilfe ist in Sicht, zumal die Hatzbacher Wehr bereits im November oder Dezember ihr neues Fahrzeug erhalten wird, ebenso wie die Feuerwehr Wolferode. „Damit wird Feuerwehr wieder Spaß machen“, sagte Hatzbachs Wehrführer Torben Knoche gestern im Hinblick auf Neubau und Fahrzeug.

Das alte Gerätehaus wird nach dem Neubau nun endgültig abgerissen. Es habe sich kein Verein gefunden, der die Trägerschaft übernommen hätte, erläuterte Ortsvorsteher Frank Drescher gegenüber der OP. Bürgermeister Christian Somogyi hält es für möglich, dass der Neubau noch in diesem Jahr begonnen werden könnte. Vor Übergabe des Förderbescheids durfte mit dem Projekt noch nicht begonnen werden. Derzeit wartet die Stadt auf die Baugenehmigung. Minister Schäfer machte gestern klar: „Feuerwehren bleiben ebenso wie der Sport von Einsparungen ausgenommen.“

Aktuell hat die Feuerwehr Hatzbach 20 Mitglieder in der Einsatzabteilung, weitere 17 in der Jugendfeuerwehr. Ein Teil des Nachwuchses steht vor Übernahme in die Einsatzabteilung.

Dass das jetzige Gerätehaus in Hatzbach ersetzt werden muss, unterstrich auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Er sei erstaunt, dass die Feuerwehrarbeit dort so viele Jahre geklappt habe.

In Sachen Freiwillige Feuerwehren geschieht in Stadtallendorf in naher Zukunft noch mehr. Nach Hatzbach soll auch Erksdorf ein neues Gerätehaus erhalten. Bekanntlich hatte es in der Vergangenheit Überlegungen gegeben, für beide Wehren ein gemeinsames Gebäude zu schaffen.

Außerdem hat sich gestern unabhängig vom Termin in Hatzbach eine neue Arbeitsgruppe gebildet. Sie besteht aus Vertretern der Stadtallendorfer Feuerwehr und der beiden Werkfeuerwehren der Eisengießerei Winter und Ferrero. Sie soll die Möglichkeiten dafür ausloten, wie sich die Zusammenarbeit der Werkfeuerwehren und der freiwilligen Feuerwehr optimieren lässt. Die Überlegungen und Prüfungen gehen bis hin zur Möglichkeit eines gemeinsamen Standortes. Auf Bitten der Stadt hat Kreisbrandinspektor Schäfer die Leitung der Arbeitsgruppe übernommen.

Deren Analysen geschehen vor dem Hintergrund, dass die Stadt schon lange in der Pflicht ist, den Stützpunkt in der Kernstadt zu sanieren oder je nach Kosten durch einen Neubau zu ersetzen. „Das ist ein spannendes Thema. Es wäre ein Novum, wenn es gelänge, Werkfeuerwehren wie auch eine freiwillige Feuerwehr so zu verbinden“, sagt Schäfer. Er unterstreicht aber auch, dass die Arbeitsgruppe zahlreiche feuerwehrtechnische Fragen erörtern muss. „Darum werden wir absolut ergebnisoffen arbeiten“, betont der Kreisbrandinspektor im Gespräch mit der OP.

von Michael Rinde

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