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Land Hessen setzt Förderung fort

Gemeinwesenarbeit in Neustadt Land Hessen setzt Förderung fort

Einmal mehr gab es aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration eine gute Nachricht für die Stadt Neustadt: Das Land fördert auch in diesem Jahr die Gemein­wesenarbeit und die Koordination der Ehrenamtsarbeit in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge mit 170.000 Euro.

Neustadt. „Die in Neustadt aufgebauten Strukturen gelten landesweit als vorbildlich. Dies bekommen wir bei verschiedenen Treffen immer wieder zu hören“, freut sich Bürgermeister Thomas Groll und betont: „Dass es bei uns bis auf kleinere Vorfälle ruhig geblieben ist, führe ich auch auf das engagierte Arbeiten des Teams der Gemeinwesenarbeit und der Ehrenamtsbetreuung zurück.“ Zahlreiche Menschen - Hauptamtliche und Freiwillige - würden sich um die Integration der Geflüchteten kümmern: „Die Situation seit Anfang 2015 war für unsere Kommune immer wieder herausfordernd. Gemeinsam haben wir uns aber den Anforderungen gestellt und gute Lösungen gefunden“, ergänzt der Bürgermeister und lobt die Bürger für ihren großen Einsatz.

Gute Arbeit basiert auf zahlreichen Mosaiksteinen

Der Verein für bewegungs- und sportorientierte Jugendarbeit kümmert sich seit November 2015 um die Gemeinwesenarbeit. Martin Methfessel, Matthias Bunzel und Annika Schlüter haben unter anderem einen Begegnungstreff und eine Fahrradwerkstatt aufgebaut, bieten Beratung für in Neustadt untergekommene Flüchtlinge an, organisieren Infoabende, um verschiedene Länder vorzustellen und die Menschen zusammenzubringen, und bieten zahlreiche Projekte an.

Passend dazu ist die Gemeinwesenarbeit auch mit dem Quartiersmanagement des Programms „Soziale Stadt“ und mit vielen Vereinen und Institutionen vernetzt. „Das sind lauter Mosaiksteine dafür, dass es bei uns so gut läuft“, freut sich der Rathauschef.

Förderprogramm endet vorerst 2018

140.000 Euro stehen in diesem Jahr nun für die Gemeinwesenarbeit zur Verfügung. Die weiteren 30.000 Euro fließen in die Koordination des ehrenamtlichen Engagements in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge beziehungsweise in die Arbeit von Janneke Daub vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf. Auch wenn die Flüchtlingszahlen deutlich gesunken sind, sei ihre Arbeit nach wie vor dringend notwendig, stellt Groll heraus.

Gleichzeitig richtet der Bürgermeister den Appell gen Wiesbaden, die Förderung fortzusetzen. Er geht davon aus, dass die Stadt auch im Jahr 2018 wieder in den Genuss der Gelder kommt: „Aber es wäre auch wichtig, dass es danach weitergeht. Das Förderprogramm endet 2018 - aber auch später ist Unterstützung notwendig, um die Strukturen aufrecht erhalten zu können. Entweder in der jetzigen Form oder eben durch ein anderes Programm.“

von Florian Lerchbacher

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