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Kunstmarkt für einen guten Zweck

Künstlerkreis spendet für die Schule Kunstmarkt für einen guten Zweck

Der 42. Kirchhainer Kunstmarkt bestach durch seine Vielseitigkeit, sowohl bei den Kunstwerken der Aussteller wie auch beim sehr guten Rahmenprogramm.

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Egon Dürfeldt, Begründer des Kirchhainer Kunstmarkts (Mitte), zeigte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (links) und dem Kirchhainer Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber seine Bilder. Fotos (3): Klaus Böttcher

Kirchhain. 33 Aussteller zeigten beim Kunstmarkt des Kirchhainer Künstlerkreises ihre Arbeiten an zwei Tagen im Bürgerhaus. Bürgermeister Olaf Hausmann bekannte, dass er von Kunst nicht viel verstehe, und so konstatierte er mit Blick auf die Ausstellung: „Kunst ist sehr vielfältig.“ Nicht nur der klassische röhrende Hirsch sei vertreten, sondern auch neue Richtungen.

Für die Landtagsabgeordnete Handan Özgüven strahlt der Kunstmarkt Herzlichkeit aus. Als Mitglied des Landtagsausschusses für Wissenschaft und Kunst habe sie ein offenes Ohr für die Künstler, versicherte sie. Der Kreistagsabgeordnete Detlef Ruffert bezeichnete die Ausstellung als Punkt zum Innehalten in der Adventszeit „Wir können uns bei dieser Kombination von Kunst und Kunsthandwerk in Kunst und Kultur hineindenken“, betonte er.

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer würdigte das Engagement der Künstler, die den Markt über einen so langen Zeitraum gestalteten.

Hans-Heinrich Thielemann erklärte als Vorsitzender des Künstlerkreises, dass sich der Markt durch Spenden finanziere. Die Eintrittsgelder sollen in diesem Jahr der Alfred-Wegener-Schule (AWS) für die Musikförderung zugutekommen. Er freute sich über das gelungene Rahmenprogramm, das durch eine Musikgruppe aus Teneriffa, die zu Besuch bei der AWS in Kirchhain weilt, sehr belebt wurde. Johanna Rausch begeisterte als Solistin an der Quer­flöte. Der Marburger Pit Metz trug eine Satire vor. Bewegt ging es bei den Auftritten der Zumba-Gruppe des TSV Kirchhain und der Marburger Mini-Funken zu.

Die Vielseitigkeit der Künstler zeigte unter anderem der Niederkleiner Ulrich Dörr mit seinen Airbrush-Arbeiten. Er ließ sich bei seiner Kunst mit der kleinen Spritzpistole gerne zusehen. In Kirchhain verzierte er einen Motorradhelm. Zu Beginn müsse die Oberfläche des Helms aufgeraut werden, erklärte der Künstler im Gespräch mit der OP. Das Motiv wird freihändig nach einer Vorlage oder aus dem Gedächtnis aufgezeichnet. Dann kommt die Spritzpistole mit einem verstellbaren Sprühstrahl von 0,1 bis 0,4 Millimeter zum Einsatz. Auf ihr ist ein kleiner Farbbehälter angebracht, in den oftmals nur zwei bis drei Tropfen kommen. „Es ist hier schwierig abzukleben, weil alles rund ist“, erklärt Dörr. Also trägt er die Farbschichten freihändig auf. Bei jedem Farbwechsel muss die Pistole gründlich gereinigt werden und so kommt eine Farbe nach der anderen auf den Helm, bis zu dessen ­Fertigstellung schon eine bis zwei Wochen verstreichen können.

Der Künstler besprüht alles mögliche - vom Laptop über Handy und Fingernägeln bis hin zu Motorhauben und neuerdings auch Flugzeugen. Aber auch menschliche Körper gehören zu seinen Objekten.

Der Hobbykünstler Ulrich Dörr bietet in seinem Atelier in Niederklein auch Airbrush-Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis an.

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