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Kunst zum Zuschauen und Mitmachen

Arbeitskreis Dörfliche Kultur stellte seine Aktivitäten in der Papiermühle vor Kunst zum Zuschauen und Mitmachen

Beim 21. Deutschen Mühlentag beteiligte sich der Arbeitskreis Dörfliche Kultur mit einem informations- und Mitmachtag in der Papiermühle.

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Der Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann brachte Interessenten das Arbeiten mit Speckstein näher. Foto: Klaus Böttcher

Kirchhain. Der Arbeitskreis Dörfliche Kultur hat vor Jahren die Papiermühle zu einem beliebten Veranstaltungsort hergerichtet. Die war auch am Pfingstmontag gut frequentiert, als wegen der sommerlichen Temperaturen auch die Freifläche mit den Schatten spendenden Bäumen für die Aktionen zum Zuschauen und Mitmachen genutzt wurden. .

Der Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann demonstrierte das Arbeiten mit Speckstein und führt zudem Kinder wie Erwachsene in den Umgang mit diesem Material ein. „Ich habe heute Morgen schon eine Wanderung geführt“, erzählte Thielemann. Es sei zwar nur eine kleine Gruppe gewesen, aber die habe sich sehr für den Skulpturenpfad in der Kirchhainer Gemarkung interessiert. Der Kirchhainer Künstler wird am 2. Juli bei einem Festakt den Otto-Ubelohde-Preis erhalten.

Interesse weckten auch Margot Jüngel aus Haarhausen und Marianne Henseling aus Langenstein. Sie saßen mit ihren Spinnrädern nahe der Wohra und zeigten den Besuchern die alte Kunst, aus Wolle einen Faden zu spinnen. Beide haben eine Tracht angezogen, die sie im Alltag längst gegen städtische Kleidung getauscht haben. Marianne Henseling muss wegen des Fotos noch schnell die Haube zu ihrer evangelischen Tracht anlegen, während Margot Jüngel verrät, dass sie die katholische Tracht trägt, obwohl sie evangelisch ist. „Früher durften wir bei der Oma nicht ans Spinnrad, aber wenn sie weg war, haben wir es heimlich probiert“, erzählte die Haarhäuserin, wie sie das Spinnen gelernt hat.

Ein paar Meter weiter führten Ursula Hübel aus Neukirchen und Annemarie Korell aus Holzburg de Besuchern die Kunst des Klöppelns vor. Geduldig erklärten sie die technik der Spitzen-Herstellung, die sie selbst wiederum auf die Spitze trieben: sie arbeiteten mit 24 und mit 32 Klöppelpaaren.

In der Mühle waren Hessenstickerei, Kranzbinderei und Patchworkarbeiten zu bewundern, und auch bei deren Herstellung schaute das Publikum den Künstlern über die Schulter. Zudem stellte der Arbeitskreis dort seine Publikationen vor und bot sie zum Kauf an.

Außerdem war eine Briefmarken-Ausstellung zu sehen. Und dies hatte einen besonderen Grund: An diesem Tag wurde eine Kirchhainer Jugendgruppe unter dem Dach der „Jungen Briefmarkenfreunde Hessen“ offiziell gegründet. Manfred Schmitt, der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes, hatte die Jugendgruppe aufgebaut.

von Klaus Böttcher

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