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Kunst bekommt ein großes Forum

Kunstmarkt Stadtallendorf Kunst bekommt ein großes Forum

Die Vielfalt war groß auf dem Kunstmarkt des Stadtallendorfer Kulturkreises: An zahlreichen Ständen gab es an zwei Tagen vieles aus Künstlerhänden zu entdecken.

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Künstlerin Inge Eismann-Nolte zeigte vermenschlichte Geier, entstanden aus gehärteten Natur­materialien auf Styrodur.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Seit dem Jahr 1982 gibt es den Kunstmarkt in Stadtallendorf. Die lange Tradition begann in der alten Festhalle und ging nach einer Übergangszeit im Gemeinschaftszentrum seit dem Jahre 2000 in der großen Stadthalle weiter. Stets ist der Markt, der sich in der Region großer Beliebtheit erfreut, am zweiten Novemberwochenende angesiedelt.

Helle großzügig bemessene Ausstellungsflächen boten 35 Ausstellern auf 12.000 Quadratmetern ausreichend Platz, um die ausschließlich von Hand gefertigten Werke eindrucksvoll zu präsentieren. Gleichzeitig fanden die Besucher genug Raum, um die Werke auch aus einiger Entfernung auf sich wirken zu lassen. Leichte Melodien, gespielt von Sascha Dürfeldt am Piano, begleiteten am Samstagnachmittag die Besucher und unterstrichen die besondere Atmosphäre der Stadthalle.

Neue Akteure kommen aus Nachbarkreisen

In diesem Jahr waren neben den bewährten Stammausstellern aus dem Umkreis von Stadtallendorf auch zahlreiche neue Akteure aus den Nachbarkreisen und Rheinland-Pfalz angereist. „Viele junge Künstler nutzen den Markt als Plattform für eine erste Präsentation ihrer Werke“, erläuterte der Vorsitzende des Kulturkreises Stadtallendorf, Michael Feldpausch. Er eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Christian Somogyi, Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub und Kreistagsvorsitzendem Detlef Ruffert unter dem Motto „Masse gibt es überall, Originale nur bei uns“ den Kunstmarkt. „Wir haben den Anspruch, nicht nur verkaufen zu wollen, sondern Künstler und Besucher sollen Kultur und Anregungen finden“, betonte Feldpausch.

„Es ist wichtig für die Stadt, dass Kultur Raum bekommt und Künstler die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren“, unterstrich Bürgermeister Somogyi. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass viele Besucher kommen, Gespräche und Anregungen finden und am Ende vielleicht das eine oder andere Geschäft gemacht werden könne.

„Die Kultur, die wir im Alltag haben, ist ganz wichtig für das Zusammenleben der Menschen“, betonte Ruffert und regte ein intensiveres Nachdenken über die Kunst an: „Ich glaube, dass die Kommunen intensiver über eine kommunale Kultur­förderung nachdenken müssen“, sagte der Kreistagsvorsitzende.

Von Malerei bis zu Stahlskulpturen

Neben Malerei in allen Varianten, Fotografien, Perlenketten über Gesticktes und Stahlobjekte bis hin zu weihnachtlichen Dekorationen reichte das interessante Spektrum der originellen Waren. Einigen Künstlern konnten die Besucher am Samstagnachmittag beim Fertigen ihrer Werke über die Schulter schauen. Rainer Föth aus Stadtallendorf ließ sich beim Drechseln beobachten und Hans-Heinrich Thielemann fertigte aus Speckstein eine kleine Krippe. Als ein besonderer Hingucker erwies sich der Stand von Werner Eismann aus Mardorf mit seinen weithin farbenfroh leuchtenden und am Computer bearbeiteten Fotografien.

Ausschließlich Stadtallendorfer Motive hatten Michael Feldpausch inspiriert. Er bot an seinem Stand einen Stadtallendorfer Kunstkalender an.

Ausstellerin Valentina Kriwko-Assorgia aus Stadtallendorf ist zum dritten Mal dabei. „Ich bin froh, dass ich hier ausstellen kann“, erzählt sie. Ein Kunstwerk hat sich schon verkauft und sie ist stolz, dabei zu sein. Am Sonntag untermalte außerdem die Gruppe „Chega De Saudate“ die Veranstaltung bei dem traditionellen Jazz-Frühschoppen beim Kunstmarkt.

von Karin Waldhüter

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