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Kunst, Kunsthandwerk, Aktion und Unterhaltung

Kunstmarkt Stadtallendorf Kunst, Kunsthandwerk, Aktion und Unterhaltung

Beim Stadtallendorfer Kunstmarkt in der Stadthalle zeigten mehr als 40 Künstler oder Kunsthandwerker ihre Arbeiten.Einigen Ausstellern durften die Besucher bei der Arbeit zusehen.

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Peter Schick zeigte beim Stadtallendorfer Kunstmarkt unter
anderem seine Holzarbeiten.

Stadtallendorf. „Masse gibt es überall - Originale bei uns!“ Mit diesem Slogan wirbt der Stadtallendorfer Kulturkreis als Veranstalter für seinen Markt, der im großzügigen Ambiente der Stadthalle ausgerichtet wird. Es war ein ausgewogenes Verhältnis aus bildenden Künstlern, die beispielsweise Malarbeiten oder Fotografien zeigten, und den Kunsthandwerkern, die ihre Arbeiten aus Holz, Stoff, Ton oder Metall herstellen.

Mit dabei war auch der Stadtallendorfer Verkehrsverein, der neben einer Modellanlage für die Kinder einen Maltisch, Kinderbücher und Märchenvorlesungen bot.

„Bei uns gibt es nicht jedes Jahr das Gleiche“, erklärt Michael Feldpausch vom Kulturkreis. „Wir haben eine andere Aufteilung in der Halle, haben mehr Aussteller und wieder neue Künstler oder Kunsthandwerker dazu geholt.“

Einer der Neuen ist der Stadtallendorfer Peter Schick. Er hat zwei Leidenschaften, das sind die Fotografie und das Arbeiten mit Holz. Beide Hobbys sind ihm gleich wichtig. Von seiner Liebe zur Fotografie zeugen einige große Farbfotos von der Pariser Innenstadt. Gerne zeigt er interessierten Besuchern aber auch auf seinem Tablet eine Auswahl toller Farbfotos, die auch beim Zoomen durch Tiefenschärfe und Farbenpracht beeindrucken.

Auf dem Kunstmarkt hat Schick einige Werke aus seiner kleinen heimischen Holzwerkstatt präsentiert. So beispielsweise große Krippen, die schon den Laien erkennen lassen, wie viele Arbeitsstunden, Geduld und Fingerspitzengefühl in ihnen stecken.

Begeisterung für Holz erreicht die Kinder

Beeindruckt sind die Kunstmarktbesucher aber auch von Schicks Engagement im Emsdorfer Kindergarten (die OP berichtete). Weil seine Enkelin dort betreut wird, hat er eine Holz-Arbeitsgemeinschaft eingerichtet. Voller Begeisterung dürfen die Kinder nach seiner Vorbereitung und unter seiner Anleitung sägen, schleifen oder leimen. So entstehen Autos, Blumen, Schatztruhen oder gar Windräder, von denen er einige Arbeiten beim Markt zeigte.

Auch beim Kunstmarkt hatte Peter Schick eine Mitmachaktion für Kinder parat. Mit vielen Stäben baute er mit Hilfe der Kinder eine Brücke nur durch Legen der Stäbe. Einen Riesenspaß hatten die Kinder nicht nur beim Aufbau, sondern dann, wenn sie einen Stab wegnehmen durften und dadurch die Brücke zum Einsturz brachten.

Neben den gut 40 Ständen bot der Veranstalter eine großzügige Cafeteria zum Verweilen an und hatte wieder ein Beiprogramm aufgestellt. Dazu gehören schon traditionell Sascha Dürfeldt am Klavier und am Sonntag der Jazzfrühschoppen mit der Band „Chega de Saudade“. In diesem Jahr trat am Sonntagnachmittag der Ad-hoc-Chor der Aphasiker auf. Die Sängerinnen und Sänger unterhielten die Gäste bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt mit einigen Liedvorträgen und endeten mit ihrer Hymne, gesungen nach der Melodie „Marmor, Stein und Eisen bricht“: „Ja wir sind Aphasiker und uns fällt das Sprechen schwer.“ Aphasie ist eine Störung der Sprache aufgrund einer Hirn-Schädigung. Darüber informierte der in Stadtallendorf ansässige Landesverband an einem Stand auf dem Kunstmarkt.

von Klaus Böttcher

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