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Kulturspektakel braucht mehr Helfer

Bilanz Kulturspektakel braucht mehr Helfer

Das siebte Kulturspektakel war auch wieder ein Erfolg, freut sich Michael Richter-Plettenberg, der in Sachen Veranstaltungsorte große Pläne für die Zukunft hat.

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Die „Kellerasseln“, eine Amöneburger Band, spielte Evergreens während der „Nacht der Keller“ im Unterbau des Hauses von Karola Frey.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Die 28 über den Sommer verteilten Veranstaltungstage haben viel Kraft gekostet - vor allem den „harten Kern“, also das Vorstandsteam des Kulturspektakel-Vereins, wie Vorsitzender und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg zugibt. Es zeichne sich daher auch ein Wechsel ab, ergänzt er, nennt aber noch keine Details. Zunächst gelte es, eine Versammlung der Ehrenamtler im Oktober abzuwarten. Fest stehe allerdings, dass der Verein für die Ausrichtung seiner Veranstaltungsreigen in den kommenden Jahren dringend mehr Mitstreiter benötige.

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre hat Richter-Plettenberg zudem weitere Pläne gefasst: Zum einen will er das Vorhaben „Überdachung des Zwingers“ weiter vorantreiben, zum anderen hofft er, den Rathauskeller als Veranstaltungsort zu etablieren.

Die Überdachung sei bereits Teil des Regionalen Entwicklungskonzeptes der Region Marburger Land, der die Stadt Amöneburg inzwischen angehört. Auch an dieser Stelle könne er noch keine Details nennen, zum Beispiel sei noch unklar, ob der Zwinger der Schlossruine ein permanentes Dach bekomme oder eins, das im Winter abgebaut werden müsse. „Als ich vor Jahren diese Idee aufbrachte, wurde ich noch für verrückt erklärt“, sagt er und betont, dass sich der Zwinger als Veranstaltungsort etabliert habe. Es habe sich dabei aber gezeigt, dass ein Dach dringend notwendig sei, um sich vom Wetter unabhängig zu machen. „Die Vereinsgemeinschaft will das inzwischen auch unbedingt. Und Vereine aus den Stadtteilen haben ebenfalls ihre Unterstützung bei der Finanzierung zugesagt“, erklärt Richter-Plettenberg und spricht von einem sechsstelligen Betrag, der sich „noch nicht näher beziffern lässt“, da unklar sei, was für eine Dachvariante kommen solle. Geplant sei jedenfalls, die Neuerung bis zum Jahr 2015 umzusetzen.

Bereits im Haushalt des laufenden Geschäftsjahres finden sich 5000 Euro wieder, welche die Stadt für die Instandsetzung des Rathauskellers eingeplant hat. Es sei sinnvoll, diesen „als Veranstaltungsraum aufzupeppen“, sagt der Bürgermeister und Vereinsvorsitzende. Der Raum, den die Stadt im Vorfeld der Nacht der Keller ausräumen ließ, sei groß, lang und gut zugänglich. „Man könnte ihn beispielsweise als Jazzkeller oder für Lesungen nutzen“, ergänzt er. Dafür sei es jedoch notwendig, eine vernünftige Beleuchtung zu schaffen, eine Bestuhlung zu organisieren und die Frage der Toilettennutzung zu klären.

Die Unterbauten der Gebäude in der Kernstadt erfreuten sich jedenfalls während der Nacht der Keller großer Beliebtheit. „Das war eine tolle Veranstaltung“, freut sich Richter-Plettenberg über die mit 800 Gästen gute Resonanz und das positive Feedback. Wichtig sei für die Zukunft, einen genauen Terminplan zu erstellen und diesen auch einzuhalten - der Platz sei schließlich begrenzt, entsprechend sei ein gutes Zeitmanagement unumgänglich: „Aber eine Garantie, dass man dann auch einen Platz im Keller findet, kann man aufgrund der geringen Größe der Veranstaltungsräume nicht geben.“

Auch die „Vierteilung“ des Kulturspektakels mit der Nacht der Keller als Abschluss hat sich laut dem Vorsitzenden bewährt. Das „Kinderspektakel“ bezeichnet er als Selbstläufer, zudem sei die dreiwöchige Ausstellung von Künstlern aus der Region ein voller Erfolg gewesen - entsprechend solle sie in zwei Jahren wieder stattfinden. Und auch mit den vier Veranstaltungen zum Auftakt ist Richter-Plettenberg zufrieden.

„Kunst und Kultur aus der Region, für die Region - aber anders präsentiert als sonst im ländlichen Raum üblich. Das war gewollt und richtig gut“, lautet sein Fazit, das er mit den Schlagwörtern „nachhaltig“, „wirtschaftsfördernd“ und „Festspielcharakter“ garniert. Nur zu den Finanzen äußert er sich nicht: „Da kann ich so kurz nach Ende nichts zu sagen.“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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