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Künstlerin mag weiche Töne

Ausstellung Künstlerin mag weiche Töne

In der Reihe "Kunst im Rathaus" sind in Neustadt derzeit 18 Aquarelle und mit Pastellkreide gemalte Werke der Roßdorfer Künstlerin Kornelia Rausch zu sehen.

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Das beliebteste Werk von Kornelia Rausch ist das Bild eines Orang-Utans.Fotos: Karin Waldhüter

Neustadt. Zahlreiche Gemeinschaftsausstellungen hat die Roßdorfer Künstlerin Kornelia Rausch schon mitgestaltet, dennoch ist die Vernissage in Neustadt eine ganz besondere: Es ist ihre erste eigene Ausstellung.

Die Malerei hatte die 51-Jährige schon als Kind für sich entdeckt. Bestärkt wurde sie bei ihrem Hobby von ihren Eltern: Ihr Vater kaufte ihr ein Ölfarbkasten und Malutensilien. Rausch begann entsprechend mit Ölfarben, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft für Aquarellmalerei. Schon Anfang der 1980er Jahre trat sie dem Kirchhainer Künstlerkreis bei. Inzwischen ist sie dort sogar zweite Vorsitzende.

Im Kirchhainer Künstlerkreis lernte Rausch Nadja Chebil-Boucsein kennen. Diese wurde für sie zum Vorbild und ermunterte sie, das Malen mit Pastellkreide zu versuchen. Was schließlich so gut gelang, dass das Malen mit Pastellkreide zum zweiten Standbein wurde. Gerade der warme, weiche Ton, der durch das Verwischen der Pastellkreide entsteht, hat es der Künstlerin angetan. „Es macht Spaß, mit Pastellkreide zu malen. Gerade damit gelingt es, die Charaktere einzufangen“, erläuterte sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Ausstellung im Rathaus umfasst aber nicht nur Portraits, sondern auch bezaubernde Tierbilder, wie zum Beispiel einen knuffigen Orang-Utan, dem die Besucher auf dem Weg in den ersten Stock begegnen. Dort können die Gäste, neben einigen Landschaftsaquarellen, auch Papst Franziskus entdecken - allerdings nicht im Original, sondern als Fotografie.

Die Hobbymalerin ist gelernte Zahnarzthelferin und arbeitet in der Küche im Roßdorfer Kindergarten. Mit der Ausstellung verwandelte sie das Neustädter Rathaus in nur wenigen Monaten zum dritten Mal in eine Kunsthalle. Unter den 30 Besuchern der Vernissage war auch Egon Dürfeldt, Ehrenmitglied des Kirchhainer Künstlerkreises,. „Die Portraitmalerei ist deine große Stärke und es steht fest, du brauchst dein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Du bist gut“, lobte Dürfeldt die Roßdorferin.

„Es ist wichtig, dass wir als Kommune Kunstveranstaltungen fördern“, betonte Bürgermeister Thomas Groll und stellte in diesem Zusammenhang das Neujahrskonzert und die Beteiligung an der „Criminale“ im kommenden Jahr heraus: Dies seien kleine Beiträge, die man leisten könne, um für Glanz in den eigenen Mauern zu sorgen. Er sei sicherlich nicht derjenige, der die Werke der Künstlerin in voller Konsequenz würdigen könne, so das Stadtoberhaupt, doch der kleine Orang-Utan habe es schon am ersten Tag den Mitarbeitern besonders angetan und sei einer der Favoriten unter den ausgestellten Werken.

Zu sehen sind die Werke während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses bis Ende Januar.

von Karin Waldhüter

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