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Künstler zog es von der Ruhr an die Ohm

Ehrung für Egon Dürfeldt Künstler zog es von der Ruhr an die Ohm

Mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt wurde der Künstler Egon Dürfeldt anlässlich seines 85. Geburtstages bei einer kleinen Feierstunde im historischen Rathaus geehrt.

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Egon Dürfeldt trägt sich im Beisein von Bürgermeister Jochen Kirchner in Kirchhains Goldenes Buch ein.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. „In dankbarer Anerkennung seiner Verdienste um den Kunstbetrieb unserer Stadt, die er sich in 40 Jahren als Vorsitzender des KKÜ erworben hat. Eintrag anlässlich seines 85. Geburtstages“, so steht es für die Nachwelt im Goldenen Buch der Stadt Kirchhain geschrieben.

Bürgermeister Jochen Kirchner beleuchtete den Lebensweg des Ehrenvorsitzenden des Kirchhainer Künstlerkreises (KKÜ), der 1930 in Wanne-Eickel geboren ist, was viele Kirchhainer nicht wissen. Schon mit 13 Jahren hat sich Dürfeldt für die Kalligraphie begeistert. Der Krieg unterbrach seine künstlerischen Tätigkeiten. Er wurde nach Pommern evakuiert und geriet 1945 in Gefangenschaft, aus der er nach Wanne-Eickel flüchtete.

Sein Arbeitgeber war die Bahn, für die er die damals noch bildlich und schriftlich künstlerisch gestalteten Kursbücher und Fahrpläne erstellte. Außerdem hat er Sonderreisezüge bemalt und beschriftet. 1961 sollte Dürfeldt nach Essen versetzt werden, was eine steile Karriere in der Werbeabteilung der Bahn versprach. Doch er entschied sich für Kirchhain, weil er dort vorher schon ein Grundstück gekauft hatte. 1963 zog er mit seiner Familie nach Kirchhain, nachdem er ein Haus gebaut hatte. Seine Frau Elsbeth hatte Egon Dürfeldt 1950 geheiratet. Am Tag des Eintrages in das Goldene Buch feierten die Eheleute Diamanthochzeitstag. Zur Familie Dürfeldt gehören die Töchter Silvia und Diana.

"Engagierter Mensch"

„Egon Dürfeldt ist ein sehr engagierter Mensch“, betonte Kirchner. So arbeitete er neben dem KKÜ viele Jahre im Seniorenrat (jetzt Soziales Netzwerk), im Seniorenbeirat und im Kirchenvorstand mit. Für sein Engagement wurde er vielfach geehrt. Dazu zählen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik, der Landesehrenbrief, der Otto-Ubbelohde-Preis, die silberne Ehrenplakette und die goldene Ehrennadel der Stadt.

Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis blickte auf über 40 Jahre KKÜ zurück und stellte fest: „Wenn du erzählst, dass du in Kirchhain warst und den Egon Dürfeldt nicht gesehen hast, dann bist du blind oder warst nicht in Kirchhain.“ Der Geehrte dankte mit humorigen Worten und gab einige Histörchen zum Besten.

von Klaus Böttcher

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