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Künstler zeigen, was sie leisten

800 Besucher beim Kreativbasar Künstler zeigen, was sie leisten

Der herbstliche Kreativ-basar in Momberg ist auf dem besten Weg, eine feste Institution im dörflichen Veranstaltungskalender und darüber hinaus zu werden.

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Die Künstlerin Anke Stark zeigte bei der Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus ihre Ketten. Rechtes Foto: Stephani Schmitt zeigte ihren Mosaikspiegel.

Quelle: Yanik Schick

Momberg. In den letzten Tagen vor dem Kreativbasar hat Anke Stark noch einmal besonders viel Zeit zur Vorbereitung investiert: „Zwei Stunden pro Tag habe ich mir nach der Arbeit schon genommen“, erzählt die Momberger Künstlerin. Das Ergebnis sind zahlreiche Strümpfe, Ketten und Mützen, die sie im Dorfgemeinschaftshaus ausstellt.

Einiges von dem, was auf ihrem Tisch liegt, ist erst in den Tagen zuvor entstanden. Vieles hat Stark aber auch schon vor Wochen und Monaten gestrickt oder gebastelt. Diese Form der künstlerischen Betätigung ist nicht mehr als ein Hobby, dem sie das ganze Jahr über - mal mehr, mal weniger konsequent - nachgeht. Es entspanne einfach, erklärt die Mombergerin und fügt hinzu: „Ich muss etwas verkaufen, ansonsten geht mir zu Hause der Lagerplatz aus.“

Künstler wollen sich breitem Publikum zeigen

Die Intention hinter dem Kreativbasar ist bei allen zwölf Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dorf nahezu identisch. Es geht den Veranstaltern nicht darum, hohe Einnahmen zu erzielen. „Das Hauptanliegen ist, einem breiten Publikum zu zeigen, was man das ganze Jahr über macht“, erklärt Ortsvorsteher Jörg Grasse, der bei der Organisation des Wochenendes kräftig mitgewirkt hat.

Und was die Momberger in ihrer Freizeit auf künstlerische Art herstellen, ist in der Tat recht verschieden. Es gibt Taschen und Mützen, Kissen und Kerzen, Öl- und Acrylgemälde, gravierte Feuerzeuge, aus Holz geschnitzte Krippen und sogar einen Mosaikspiegel, den die Künstlerin Stephani Schmitt mit den Scherben einer Fliese umrahmt hat.

Gemeinsame Treffen machen den Reiz aus

Die lose Vereinigung der vielen Künstler, die sich selbst „Steckenpferdreiter“ nennt, traf sich bereits im Vorfeld einige Male, um über den Ablauf des Kreativbasars zu sprechen. Angesichts der hohen Besucherzahlen ist der Basar auf dem besten Weg, sich im Momberger Veranstaltungsjahr zu etablieren.

„Ich denke, das gemeinsame Treffen macht einfach den Reiz aus“, sagt Anke Stark, „außerdem geht es schon langsam auf Weihnachten zu - und wenn man kleinere Geschenke sucht, dann kann man sie hier auf jeden Fall finden.“ Bevor es den Kreativbasar in dieser Form gab, hatte Melanie Schmitt bei sich zu Hause alljährlich einen kleinen Hofbasar veranstaltet.

Kinder versuchen sich im Salzteigkneten

Später schloss sich Anke Stark mit ihren Kunstwerken an, sodass irgendwann die Idee entstand, die Kreativität der Momberger in großem Rahmen vorzustellen. „Es war eine gute Überlegung. Man sieht ja, welche Talente hier schlummern“, findet Stephani Schmitt.

Speziell die Kinder dürfen sich während des Kreativbasars im alten Kindergarten am Salzteigkneten versuchen. Ortsvorsteher Jörg Grasse betont, dass die Erlöse aus dem Verkauf von Speisen und Getränken in diesem Jahr der Stadtallendorfer Kindertafel zugutekommen. „Dort wird eine nachhaltige und ganz wichtige Arbeit geleistet“, so Grasse. Er rechnet mit einem Betrag von etwa 1000 Euro.

von Yanik Schick

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