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Künstler suchen Dialog mit den Besuchern

Kunstmarkt Stadtallendorf Künstler suchen Dialog mit den Besuchern

"Masse gibt es überall - Originale nur bei uns“: Mit diesem Slogan warb der Kulturkreis Stadtallendorf für den Kunstmarkt. Leider blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück.

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Die Künstlerin Edeltraud Musiol aus Halsdorf arbeitet mit Metall. Beim Kunstmarkt stellte sie eine ihrer Laternen vor.

Stadtallendorf. Bei der offiziellen Eröffnung des Kunstmarktes äußerte sich die Landrätin Kirsten Fründt sehr positiv und freute sich, dass es nicht nur Künstlerinnen und Künstler aus dem Ostkreis seien, die hier ausstellen würden, sondern beispielsweise auch aus dem Hinterland und Nachbarkreisen. „Kunst und Kultur haben hier einen besonderen Stellenwert“, sagte sie und lobte die Vielfältigkeit. Gerade die Vielfältigkeit ist es auch, die den Stadtallendorfer Kunstmarkt zu etwas Besonderem werden lasse.

Bei derartigen Kunstausstellungen stehen meist die Malerei mit ihren vielfältigen Arten und Techniken im Vordergrund, so auch bei den fast 40 Ausstellern in der Stadthalle. Beim Betreten der Lobby war aber zunächst der Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann zu sehen, der unermüdlich Speckstein bearbeitete. Ihm gegenüber präsentierte der Stahldesigner Wilfried Schomber aus Rabenau seine Kunstwerke. Am anderen Ende der Lobby ließ Rainer Föth bei seinen Drechselarbeiten Holzspäne fliegen.

Die Kunstvielfalt zeigte sich in der großräumigen Ausstellung von Stand zu Stand. Da waren es Patchwork- und Näharbeiten, dort Kunstwerke der unterschiedlichsten Art aus Holz oder Ton. Wer ein ansprechendes Weihnachtsgeschenk suchte, wurde schnell fündig bei der Vielfalt der Angebote, ob Schmuck, Fotografien, Brandmalerei oder Gravuren.Die Künstlerinnen und Künstler sprachen mit den Besuchern gerne über ihre Arbeiten und wie sie entstehen.

So hielt es zum Beispiel auch Edeltraud Musiol aus Halsdorf, die von ihrer Metallkunst sagt: „Ich verforme das Material mit meiner Hand, mit meiner Kraft.“ Gegenstände für innen und außen fertigt die gelernte Werkzeugmacherin vom Blumenübertopf bis zur Laterne, die nur aus Werkzeugen zusammengesetzt ist.

Einen ganz besonderen Hingucker hat die Malerin Inge Eismann-Nolte aus Mardorf mit ihrem großen 3D-Bild geschaffen. „Gehen sie mal hierher und bewegen sich seitwärts hin und her“, sagte sie den Besuchern. Die staunten dann im Abstand ab fünf Metern vor dem Kunstwerk, dass sich dabei die Türflügel auf dem Bild öffnen und schließen.

„Es kommt auf die Winkel bei den Aufbauten und den gemalten Teilen an“, verrät sie im Gespräch mit der OP.

„Die Perspektiven sind alle verdreht. Was weiter vorsteht, sieht von weiter weg betrachtet aus, als wäre es ganz hinten“, erklärt die Künstlerin und sagt, dass sie ein gutes halbes Jahr probiert hätte, um das hinzubekommen.

Abgerundet wurde der Kunstmarkt durch einen Modelleisenbahn-Aufbau des Verkehrsvereins sowie durch musikalische Unterhaltung des Pianisten Sascha Dürfeldt und der Musikgruppe Chega de Saudade.

von Klaus Böttcher

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