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Küken lassen Kinderaugen leuchten

Brutwoche Küken lassen Kinderaugen leuchten

Sie sind grau, braun, weiß und schwarz und vor allem eins: flauschig. 15 Küken schlüpften gleich Anfang der Woche in der Grundschule Großseelheim.

Großseelheim. Aufregung herrschte in dieser Woche in der Grundschule. „Es lebt, es lebt, gleich, gleich kommt es raus“, rufen die zehnjährige Anna und der gleichaltrige Ferdinand aufgeregt durch das Zimmer und alarmieren damit ihre Mitschüler aus der 4b. Schnell scharte sich die Gruppe um den Brutkasten, in dem noch weitere Eier zu sehen sind. Eins davon ist bereits in der Mitte ein kleines Stück aufgebrochen und man kann bereits das kleine noch recht unbeholfene Küken erkennen, das sich gerade den Weg ins Leben durch die Schale erkämpft.

Still saßen die Schüler um den Brutkasten und ließen die darin befindlichen Eier nicht aus ihrem Blick. „Das scheint ganz schön anstrengend zu sein aus der Schale herauszukommen“, überlegte Luca. „Es ist so süß, wie das Hühnchen die Hinterbeine rausgestreckt und die Augen geöffnet hat“, beschrieb Anna-Maria das Gesehene. Ihre Augen sprühten vor Begeisterung. Auf einem anderen Tisch steht ein Aufzuchtskasten mit einer Wärmelampe in dem sich die geschlüpften Küken tummeln. Der neunjährige Niclas konnte sich kaum von den Kleinen losreißen. Sein Finger zeigte auf eins der Küken. „Das eine da, dass ist meins“, erklärte er. Kaum erwarten können es die Schüler, in den Pausen oder während des Unterrichts nach den Küken und den Eiern zu schauen. Nach dem Trocknen konnten die Kinder die Tiere jetzt auch einmal behutsam in die Hand genommen werden.

Auf etwas weniger Interesse stießen die drei ausgewachsenen Rassehühner, die sich in einem eingezäunten Bereich tummelten. Eine Plakat- und eine Eierausstellung informieren zudem die Schüler über unterschiedliche Rassen, Eigröße und Färbung. Seit rund 20 Jahren ist der Geflügelzuchtverein Großseelheim immer kurz vor Ostern gern gesehener Gast in der Grundschule. Der Vorsitzende Karl-Heinz Schmidt kümmert sich um die Ausstellung und schaut nach den frisch geschlüpften Küken.

Schüler erleben hautnah die Natur. Denn während der Brutwoche machen die Schüler vielfältige Erfahrungen und lernen nicht nur die Entwicklung vom Ei zum Huhn, wie Schulleiterin Simone Reuber betont. „Wir wollen mit der Brutwoche die Naturnähe fördern und gleichzeitig die Sensibilität für Tiere entwickeln“, sagte Reuber. Ergänzt wird die Brutwoche mit projektnahem Sachunterricht. Dann stehen auch Themen wie die Befruchtung der Eier auf dem Programm.

von Karin Waldhüter

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