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Kritiker fordern, dass der Anbau kleiner ausfallen soll

Dorfgemeinschaftshaus Kritiker fordern, dass der Anbau kleiner ausfallen soll

Die Förderbescheide sind da, nun trafen sich - unter großem Interesse von Bürgern - auch die Mitglieder des Rauschenberger Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen im Dorfgemeinschaftshaus Schwabendorf, um über die Ausbaupläne für das Gebäude zu beraten.

Schwabendorf. Gleich zu Beginn der Sitzung erläuterte Stefan Seibert, Stadtverordneter der Grünen, dass die geplante energetische Sanierung des Gebäudes unstrittig sei. Anders sehe dies bei der durchaus notwendigen Erweiterung der bestehenden Küche aus. 18 Quadratmeter solle sie größer werden - das Haus dafür um einen 117 Quadratmeter großen Anbau zu erweitern, sei aber eindeutig zu viel.

Seibert führte als Argument die Auflagen der Kommunalaufsicht zum Haushalt des laufenden Jahres an, nach denen freiwillige Leistungen wie der Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus zu unterlassen seien. Er müsse zwei Nummern kleiner ausfallen, forderte Seibert.

Dem widersprach Günter Aillaud entschieden. Das Dorf lebe seit 40 Jahren mit einem Provisorium, kritisierte der Ortsvorsteher und hob die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Raumangebot hervor, die seit dem Umbau des einstigen Schulgebäudes herrsche.

Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung

Fünfmal habe der Ortsbeirat ausschließlich zu diesem Thema getagt, die Bürger seien beteiligt worden, die Planungen müssten nun endlich umgesetzt werden, forderte Aillaud und versicherte, dass sich die Schwabendorfer Vereine tatkräftig an den Umbauarbeiten beteiligen werden.

Auch den Einwand von Bürgermeister Michael Emmerich, dass Kosten von 600000 Euro die absolute Obergrenze darstellten und danach zwar der Anbau stehe, das Geld für Küchenzeile und Mobiliar aber noch immer fehlen würde, nahmen die Schwabendorfer gelassen hin. Ihm sei die Kostenobergrenze bekannt, versicherte Aillaud, ohne näher auf diesen Einwand einzugehen.

Auch CDU-Politikerin Dagmar Althainz meldete ihre Bedenken an und plädierte für eine Neuplanung mit kleinerer Lösung, doch dieser Vorschlag erhielt bei einer Abstimmung keine Mehrheit.

Der Beschlussempfehlung des Magistrats folgten vier Abgeordnete bei zwei Gegenstimmen der Grünen und einer Enthaltung. Die endgültige Entscheidung, ob der Anbau kommt oder nicht, müssen die Stadtverordneten am Montag während ihrer Sitzung treffen, die ab 20 Uhr ebenfalls im Schwabendorfer Dorfgemeinschaftshaus stattfindet.

von Heinz-Dieter Henkel

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