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Kreisverkehr wird Samstag freigegeben

Großbaustelle vor dem Abschluss Kreisverkehr wird Samstag freigegeben

Die Kirchhainer Einzelhändler haben die dreimonatige Sperrung des südlichen Stadteingangs besser als erwartet überstanden. „Eine Katastrophe für den Einzelhandel ist definitiv nicht eingetreten“, sagte Hannelore Wachtel der OP.

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Der neue Kreisverkehrsplatz ist praktisch fertiggestellt. Entgegen ersten Ankündigungen hat der Platz nun doch im Zentrum einen Erdhügel bekommen, wie ihn die
Autofahrer bereits vom benachbarten Amöneburger Kreisel kennen. Fotos (4): Matthias Mayer

Kirchhain. Die Vorsitzende des Verkehrsvereins, der Interessensvertretung der Kirchhainer Einzelhändler, sah keine keine durch die Baustelle bedingten Rückgänge bei der Kundenfrequenz. „Die Kunden und Patienten aus dem Umkreis sind weiterhin gezielt nach Kirchhain gekommen, und haben, wenn sie einen Umweg fahren mussten, die vier bis fünf Minuten in Kauf genommen“, sagte Hannelore Wachtel, um gleich einzuschränken, dass es dazu keine statistische Erhebung gebe.

Die Geschäftsfrau bezog sich auf eigene Wahrnehmungen, Gespräche mit Kunden und Rückmeldungen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Danach habe es Anfangs Irritationen bei Kunden aus dem Raum Schweinsberg gegeben, die durch vorzeitig aufgestellte Sperrschilder abgeschreckt worden seien. Mit der Zeit habe sich das Problem gelöst.

Zudem hätten sich die Kunden rasch an die Umleitungen und Einbahnstraßen-Regelungen gewöhnt, erklärte Hannelore Wachtel, nach deren Erfahrungen auch die von Kunden gut angenommenen Aktionen der Kirchhainer Einzelhändler während der Bauphase dafür gesorgt haben, dass die Kundenströme nicht abrissen.

Genau das hatten die Einzelhändler während der Planungsphase befürchtet. Sie trugen in den Ausschuss-Sitzungen die Besorgnis vor, das möglicherweise rund ein Drittel der Betriebe eine langfristige Sperrung des südlichen Stadteingangs nicht überleben würden. Die Stadt hatte daraufhin das ursprünglich auch acht Monate angesetzte Großprojekt in drei Bauabschnitte unterteilt.

Der zweite Bauabschnitt, bestehend aus dem Ausbau des Kirchhainer Kreisels durch Hessen Mobil und den Ausbau der Straße Am Amöneburger Tor durch die Stadt steht unmittelbar vor dem Abschluss.

B62 wieder beidseitig befahrbar

Hessen Mobil wird im Laufe des Samstags den Kreisverkehr (fast) vollständig für den Verkehr freigeben. Dann kann an diesem wichtigen Verkehrsknoten wieder in beide Richtungen auf die B 62 auf- oder von dieser abgefahren werden. Damit kann der Verkehr aus Richtung Stadtallendorf wieder auf direktem Weg den Ebsdorfer Grund sowie Marburg über die Lahnberge ansteuern. Auch die Straße von und nach Rüdigheim/Schweinsberg ist wieder befahrbar.

Nur die Zufahrt zur nach Kirchhain führenden Straße Am Amöneburger Tor bleibt noch gesperrt. Gestern waren die bauleute am Kreisel mit Feinarbeiten beschäftigt. Die Innenflächen der Fahrbahnteiler wurden gepflastert.

Die Straße Am Amöneburger Tor soll - so die Planung - am Ende kommender Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Teilstück zwischen der Gänseburg und dem Fahrbahnteiler am Stadteingang ist bereits völlig fertiggestellt.

Bauarbeiter waren gestern im wahrsten Sinne des Wortes dabei, die Straße besenrein zu machen.

Zwischen dem Fahrbahnteiler und der Ohmbrücke ist die Deckschicht ebenfalls schon eingebaut. Hier müssen die Fahrbahnränder teilweise noch befestigt werden. Zwischen der Ohmbrücke und dem Kreisel liegt noch die alte Fahrbahn-Decke. Lediglich das Anschluss-Stück zum Kreisel wurde auf einer Länge von rund 150 Metern erneuert.

Der dritte Bauabschnitt, der Ausbau der Untergasse, erfolgt im Frühjahr 2015.

von Matthias Mayer

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