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Kreisgrenze ist kein Hindernis

Einsparung Kreisgrenze ist kein Hindernis

Die Stadt hat ihren Plan umgesetzt, die interkommunale Zusammenarbeit auf Rathausebene voranzutreiben: Schwalmstadt übernimmt die Lohn- und Gehaltsabrechung von Neustadt und Willingshausen.

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Hand in Hand – wie auf diesem Themenfoto – gehen die Gemeinden bei der Abrechnung der städtischen Mitarbeiter.Archivbild

Neustadt. Aufgrund personeller Veränderungen in der Neustädter Stadtverwaltung und der Tatsache, dass die Stadt sparen muss, hatte Bürgermeister Thomas Groll über strukturelle Neuerung nachgedacht und die interkommunale Zusammenarbeit aufs Tableau gebracht (die OP berichtete). „Aufgrund des mit dem Haushaltskonsolidierungskonzeptes 2014 beschlossenen Personalabbaus im Bereich von Verwaltung und Bauhof war es angezeigt, über neue Wege nachzudenken“, betont er.

Und neue Wege schlägt die Stadt nun auch ein: Da sich auch in Willingshausen die Notwendigkeit für Veränderungen bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung gezeigt habe, hätten er und Bürgermeister Heinrich Vesper mit ihrem Kollegen Dr. Gerald Näser Gespräche geführt. Am Ende kam heraus, dass Schwalmstadt diese Aufgabe gegen entsprechende Kostenbeteiligung übernimmt. In der gewerblichen Wirtschaft sei es längst Praxis, dass kleine Unternehmen kaum noch selbst für die Verwaltung der Lohn- und Gehaltsabrechnung verantwortlich zeichnen, sagt Groll.

Die Bürgermeister wiesen anlässlich der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass die rechtlichen Bestimmungen - also Arbeitsrecht, Tarifrecht, Sozialversicherungsrecht und Steuerrecht - immer komplizierter würden und der Schulungsbedarf für Mitarbeiter steige. Daher sei es sinnvoll, dass eine Kommune sich das umfangreiche Wissen aneigne und es nicht mehr in jeder Kommune vorgehalten werde. Die Kommunen nutzten ohnehin die gleiche Software, berichtet Groll. Entsprechend sei es nur noch um Details gegangen.

Die Bürgermeister wollen auch noch an anderen Stellen die interkommunale Zusammenarbeit suchen. Diesbezüglich gibt es inzwischen einen Gesprächskreis, dem zahlreiche Städte und Gemeinden aus dem Altkreis Ziegenhain - also auch Neustadt - angehören. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass interkommunale Zusammenarbeit nicht an der Kreis- und Regierungsbezirksgrenze aufhört, hebt Groll hervor und ergänzt: „In der Vergangenheit haben wir viele Sachen gemeinsam mit unserer Nachbarstadt Stadtallendorf auf den Weg gebracht. Aber bedingt durch die unterschiedlichen Größen unserer Kommunen ist es angezeigt, auch mit kleineren Partnern zusammenzuarbeiten.“ Wichtig sei dabei, Bereiche zu finden, bei denen die Bürger möglichst nicht betroffen sind.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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