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Kreis bündelt Service ganz nah vor Ort

Stadtallendorf Kreis bündelt Service ganz nah vor Ort

Zum 1. Mai bündelt die Kreisverwaltung drei ihrer fünf Verwaltungsstellen in Stadtallendorf in der Stadtmitte. Ein langer Geschäfts-Leerstand ist damit zugleich Historie.

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Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Landrätin Kirsten Fründt und Volker Hirth von der Kreisverwaltung stellten die Planungen vor. Die Bauarbeiten in dem Ladengeschäft laufen in Kürze an. Fotos: Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Die Kreisverwaltung ist in Stadtallendorf, der zweitgrößten Stadt des Kreises, beinahe ebenso stark vertreten wie in der früheren Kreisstadt Biedenkopf. Aktuell sind die fünf unterschiedlichen Dienststellen allerdings gut verteilt, was sich in sehr naher Zukunft ändert.

Der Landkreis übernimmt in der Marktstraße die Räume des früheren Drogeriemarktes „Ihr Platz“ samt der darüberliegenden Etage. Dort finden sich dann ab 1. Mai das Büro für Integration, die Volkshochschul-Außenstelle Stadtallendorf, die Stabsstelle Ausländer, Migration und Flüchtlinge und mit geringer zeitlicher Verzögerung auch die Außenstelle des Fachbereichs Familie und Soziales, die unter anderem für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zuständig ist.

An anderer Stelle gibt es noch eine Veränderung: Voraussichtlich zum 1. April zieht die Stadtallendorfer Außenstelle des Kreis-Jobcenters in das Arbeitsamtsgebäude (die OP berichtete).

Dass die verschiedenen, vor allem sozialen Dienststellen der Kreisverwaltung über das Kernstadtgebiet verteilt untergebracht sind, ist historisch gewachsen. Allein in der Niederkleiner Straße finden sich die Volkshochschule, die Stabsstelle oder das Büro für Integration in verschiedenen Gebäuden.

All das soll sich durch den Standort Stadtmitte nun ändern und verbessern. Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow machten am Dienstag beim gemeinsamen Termin mit der OP klar, dass das frühere Ladengeschäft viele wichtige Voraussetzungen erfüllt: „Es ist barrierefrei, es ist sehr gut für Publikumsverkehr geeignet und es setzt auch ein Signal in Richtung Bürgernähe“, sagte Fründt im Gespräch mit dieser Zeitung.

Und die Landrätin nennt einen weiteren wichtigen Faktor: Für die verschiedenen Kreismitarbeiter gibt es ein besseres, moderneres Arbeitsumfeld. Die untere Etage bekommt unterschiedliche, voneinander getrennte Büroarbeitsplätze; so aufgeteilt, dass die Persönlichkeitsrechte aller Besucher immer gewahrt werden sollen.

Im Obergeschoss, direkt über dem leeren Ladenlokal, entsteht das neue Domizil der Volkshochschul-Außenstelle. Dort bekommt die Vhs zugleich auch ausreichend Platz, etwa durch einen eigenen Seminarraum für ihre verschiedenen Kursangebote.

Besucher wie Mitarbeiter kommen problemlos und barrierefrei von einem Stockwerk in das andere. Ein vorhandener Lastenaufzug wird zum Personenaufzug umgebaut. Im Laufe dieser Woche beginnen die Bauarbeiten in den beiden Stockwerken. Die „Konzentration der Kräfte“ an einem Standort macht aus Sicht von Marian Zachow noch aus einem anderen Grund sehr viel Sinn: „Auch im digitalen Zeitalter erleichtert die Arbeit von Bürotür zu Bürotür vieles“, erklärt Zachow.

Bis es jetzt so weit gekommen ist, hatte es eine lange Vorlaufzeit gegeben. Seit Fründts und Zachows Amtsantritt habe ein solcher Umzug auf der Agenda gestanden, sagten Landrätin und Vize-Landrat. Schon beim Einzug des damaligen Fachdienstes Asyl in das Büro- und Ärzte­gebäude in der Niederkleiner Straße 5 hatte Zachow durchblicken lassen, dass der Kreis seine verschiedenen Verwaltungsstellen zu einem größten Teil gern bündeln möchte.

970 Quadratmeter langfristig angemietet

Einige Zahlen: Der Kreis mietet mit dem Gebäude in der Marktstraße insgesamt 970 Quadratmeter Fläche an. Es entstehen dort zwischen 28 und 35 Büroarbeitsplätze, wobei die Seminarraumfläche einbezogen ist. „Wir haben so geplant, dass wir auch noch Erweiterungsfläche für die Zukunft haben“, erläutert Volker Hirth, in der Kreisverwaltung für Liegenschaften zuständig. Der Kreis hat sich langfristig an das Objekt in der Stadtmitte gebunden.

Seit Mai 2012 stand das Ladengeschäft leer. Nicht zuletzt dürfte dieses „Servicecenter“ der Kreisverwaltung auch zu einer Belebung in der Fußgänger­zone führen, durch Besucher wie auch den Mitarbeitern. Publikumsverkehr ist in dem früheren Drogeriemarkt ausdrücklich willkommen und erwünscht - ganz im Sinne einer transparenten Verwaltungsarbeit.

von Michael Rinde

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