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Kreis beendet viele Provisorien

Schulerweiterung Kreis beendet viele Provisorien

An der Waldschule wachsen seit einigen Monaten neue Gebäude in die Höhe. Es ist eines der größten Projekte im Bauprogramm des Kreises für seine Schulen.

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An der Waldschule entstehen Neubauten, von denen die ganze Schulgemeinde profitieren soll.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es werden Schüler und Eltern gleichermaßen profitieren, wenn die Neubauten an der Waldschule fertig sind: Eine Mensa entsteht, außerdem neue Räume für die als Vorzeigeprojekt eingestufte Elternarbeit. Außerdem bekommt die zur Grundschule II zählende Schule einen Bewegungsraum und neue Arbeitsräume für Schüler und Lehrer. „Das Improvisieren an dieser Schule soll ein Ende haben“, unterstreicht Marian Zachow, Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent.

Für den Kreis ist der Ausbau der Waldschule finanziell gesehen ein großer Brocken: 3,2 Millionen Euro sind bis in das nächste Jahr hinein dort vorgesehen (die OP berichtete).

Gereon Muckelmann, Konrektor der Grundschule II und für die Waldschule zuständig, freut sich auf die Verbesserungen für den Schulbetrieb. „Wir bekommen dann einen eigenen Trakt für unsere Elternarbeit“, nennt er im Gespräch mit der OP ein Beispiel. Eine Keimzelle der engen Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern war das „Elterncafé“.

Ziel ist Unterricht bis 16 Uhr an fünf Tagen

Doch dieser Raum alleine reicht für die Angebote schon lange nicht mehr. Zumal dort regelmäßig ein Deutschkurs stattfindet. Inzwischen sei der Raum eigentlich jeden Tag dafür belegt, erläutert Muckelmann. In einem anderen Neubautrakt entsteht auch eine eigene Mensa. Die Grundschule II ist Ganztagsschule nach dem sogenannten Profil I, sprich, es wird an drei Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr unterrichtet. Wunsch der Schule ist es, das Profil II zu erreichen. Dann gäbe es Unterricht an fünf Tagen und bis 16 Uhr, teilweise auf freiwilliger Basis.

Die Lehrerschaft der Waldschule wird auch profitieren, wenn mal alles fertiggestellt sein wird. Dann gibt es ein Lehrerzimmer und einen den modernen Anforderungen entsprechenden Verwaltungsbereich. Bisher nutzen die Lehrer einen modifizierten Klassenraum. „Das ist schon etwas rudimentär im Moment“, meint Muckelmann.

Mehr Angebote dank Bewegungsraum

Und noch etwas verbessert sich im Zuge des Neubaues: Es kommen zwei Fachräume hinzu: ein Musikraum wie auch ein Werkraum, beides braucht die Schule unbedingt. Muckelmann hebt außerdem den geplanten Bewegungsraum hervor, der rund 140 Quadratmeter groß sein wird. Er ersetzt zwar keine Turnhalle für den Schulsport. „Aber es wird Bewegungsangebote beispielsweise während der Mittagspause geben können und zusätzliche Kurse“, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Für die Arbeit mit Flüchtlingskindern hat der Neubau keine direkten Auswirkungen. Die für Flüchtlingskinder aus Stadtallendorf und den Nachbarkommunen eingerichtete Intensivklasse wird am zweiten Standort Südschule unterrichtet.

Zwischenfazit: "Es geht in allen Bereichen voran"

Wenn die Neubauten erst einmal fertiggestellt und nötige Sanierungen im vorhandenen Gebäude erledigt sind, sollen auch die bisher für Klassenräume genutzten Container verschwinden. Mit dem Verlauf der Bauarbeiten ist Gereon Muckelmann bisher zufrieden. Vor einem Jahr sei der Startschuss gefallen, inzwischen sei schon viel zu sehen. „Es geht in allen Bereichen voran“, zieht er ein Zwischenfazit. Für manches neue Angebot, das räumlich möglich wird, braucht die Schule aber noch zusätzliches Personal. Darüber verhandelt Gereon Muckelmann gemeinsam mit Schulleiterin Elfriede Wollmer. „Am Personal fehlt es derzeit noch“, sagt er.

Noch ist aber Zeit zur Klärung: Die neuen Räume werden voraussichtlich Mitte 2016 bereitstehen.

von Michael Rinde

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