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Kräftige Pumpen aus 1930er Jahren beeindrucken

Reihe Kräftige Pumpen aus 1930er Jahren beeindrucken

Innerhalb der Veranstaltungsreihe "Der Energie auf der Spur" besuchten rund 30 Senioren das Wasserwerk Stadtallendorf. Sie waren begeistert von der Einrichtung.

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Interessiert verfolgen die Senioren die Vorgänge in der Schaltwarte des Stadtallendorfer Wasserwerks.Foto; Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Nach Vorträgen über Leuchtkörper, gesunden Schlaf, das Wetter, das Energiesparen, die Windkraft sowie der Fahrt zum Edersee mit Informationen rund um Wasserkraft stand jetzt die Gewinnung und Aufbereitung von Trinkwasser auf dem Programm. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Ferrero-Opera-Sociale, der Kreisvolkshochschule und der Stadt Stadtallendorf.

Rund 30 Senioren nahmen an der Besichtigung des Wasserwerkes teil - so viele, dass Wassermeister Peter Preis zwei Gruppen bilden ließ. Nach einer kurzen Einweisung in das Wasserwerk der Stadt begann der Rundgang, währenddessen es detaillierte Erklärungen gab. Die Besucher zeigten sich erstaunt über den gepflegten Zustand und die Sauberkeit der Gebäude und der Anlagen.

Staunend betrachteten sie auch die Einrichtung in der sogenannten Schaltwarte: ein Raum, mit modernster Technik ausgestattet, der rund um die Uhr in drei Schichten von einem Maschinisten besetzt ist. Auf mehreren Bildschirmen hat er einen Überblick über alle Brunnen und wichtigen Einrichtungen im Bereich des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke. Bei Unregelmäßigkeiten oder Störungen kann er sofort gezielt eingreifen und Abhilfe schaffen.

Anhand einer großen schematischen Übersicht der Wassergewinnung und der Aufbereitung erklärte Preis die Gewinnung des Wassers aus den 32 Tiefbrunnen und die Aufbereitung zu Trinkwasser. In den riesigen Mehrschichtfiltern sickert das Wasser langsam durch Schichten aus Anthrazit, Quarzkies und Quarzsand, wobei das im Wasser enthaltene Eisen und Mangan zurückgehalten wird. In den „Rieslern“ wird danach dem Wasser die natürliche Kohlensäure entzogen. Aus Sicherheitsgründen wird das Wasser mit großen Aktivkohlefiltern nochmals gefiltert, bevor am Ende der sogenannte ph-Wert ermittelt und gegebenenfalls in der Natronlauge korrigiert wird.

Preis wies ausdrücklich darauf hin, dass im Wasserwerk Stadtallendorf nicht gechlort wird.

Danach ging es zu den riesigen Aufbereitungs- und Filteranlagen. Im Maschinenhaus schließlich staunten die Besucher über die kräftigen Pumpen, die zum großen Teil aus den Jahren 1935 und 1936 stammen, aber in den 1950er Jahren überholt wurden.

Das alte Wasserwerk war vor dem Zweiten Weltkrieg essentiell für den Betrieb der großen Sprengstoffwerke. Anfang der 1950er Jahre wurde es für Stadtallendorf nach einer Modernisierung wieder in Betrieb genommen. Ab dem Jahr 2000 erfolgte der Neubau des Werkes.

n „Der Energie auf der Spur - eine Veranstaltungsreihe für Senioren“ wird am Donnerstag mit der Besichtigung der Sandmühle in Homberg/Ohm fortgesetzt. Das Thema lautet dann „Wasserkraft früher - Besichtigung einer Wassermühle“

Anmeldung bei Karin Lippert, Telefon 06421/4056719, oder Birgit Thiel, 06428/707262.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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