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Kosten steigen ein weiteres Mal an

"Alldomare" Kosten steigen ein weiteres Mal an

Mehr als zehn Firmen ­arbeiten zurzeit auf der „Alldomare“-Baustelle. Im Oktober, davon sind Planer und Bauherr überzeugt, soll der Probe­betrieb im Hallenbad ­beginnen können.

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Das Schwimmerbecken ist gefliest. An der offen bleibenden Decke hängen die großen Rohre für die Belüftung.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Am immer wieder aktualisierten Zeitplan für das Ende der Hallenbad-Sanierung hat sich in den vergangenen Wochen nichts mehr verändert. Im Oktober fließt wieder Wasser in die Becken, die Technik wird angefahren und intensiv getestet. Wenn alles funktioniert und auch abgenommen ist, dürfen die Schwimmer ins Wasser. Bei gutem Verlauf wäre das gegen Ende des Jahres.

Mehr als zehn Firmen arbeiten zurzeit auf der „Alldomare“-Baustelle. Im Oktober, davon sind Planer und Bauherr überzeugt, soll der Probebetrieb im Hallenbad beginnen können.

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Bei den Sanierungskosten gibt es allerdings keine erfreulichen Neuigkeiten. Am Mittwoch nannte Bürgermeister Christian Somogyi ganz aktuell die Summe von rund 10 Millionen Euro. Das wären noch einmal etwa 300000 Euro mehr als bei der jüngsten Kostenpräsentation vom März.

Im vergangenen Oktober war die Stadt noch von 9,2 Millionen Euro ausgegangen. Nachträge der ausführenden Baufirmen wie auch zusätzliche Brandschutz-Auflagen wären die Ursache für die neuerliche Kostensteigerung. „Wir werden das genau analysieren und den politischen Gremien vorstellen“, sagte Somogyi dazu gestern.

Wer die Bad-Baustelle betritt, sieht allerdings auch die deutlichen Fortschritte: An einer Wand am Sprungturm sind kleine Farbflächen zu sehen. Es sind Muster für die Wandgestaltung. An verschiedenen Stellen hängen Leuchten an den Wänden. Am Freitagabend zu späterer Stunde gibt es einen Beleuchtungstest. Im Moment wählen Mitarbeiter der Stadt weitere Ausstattungselemente aus.

Decke wird nicht abgehängt

Viel ist in den vergangenen ­Wochen im Inneren der Hallenbad-Baustelle passiert. Schwimmer- und Kinderbecken sind komplett gefliest. Im Sprungbecken ist der Boden fertig. Das meiste von dem, was in den zurückliegenden Monaten geschehen ist, werden die künftigen Badbesucher allerdings wohl nie zu sehen bekommen: die Technik. Dabei fällt sie von Umfang und Kosten her ganz erheblich ins Gewicht.

Neben der eigentlichen Badewasser-Aufbereitung zählen dazu die Heizung, die Lüftung, Sanitärtechnik und Elektrik. Nach Inbetriebnahme hat es der leitende Schwimmmeister Heinz Kraft einfach. Von der mitten im Bad liegenden Schwimmmeisterkabine aus werden er und seine Kollegen alle technischen Vorgänge zentral steuern.

Es seien einige Kilometer Kabel, Leitungen und Rohre, die in den vergangenen Monaten gezogen und verlegt worden seien, erklärt Projektleiterin Julia Seifert von der Stadtverwaltung. Zu sehen ist davon oben in der Schwimmhalle inzwischen kaum noch etwas.

Nur die großen Lüftungsrohre und die Träger werden Schwimmer, die aus dem Becken nach oben sehen, wahrnehmen. Wobei es keine abgehängte Decke mehr gibt. Der Vorteil: Die Schwimmhalle wirkt durch den direkten Blick auf die Trapezkonstruktion höher. Zusammen mit den großen Fensterflächen wirkt das Bad auch ohne Leuchten deutlich heller. „Wir wollten ein offenes Bad“, unterstreicht Bürgermeister Christian Somogyi beim Rundgang durch die „Alldomare“-Baustelle.

Holzelemente werten die Fassade auf

Außen steht bereits seit einigen Wochen der Schornstein der Heizungsanlage, einem Blockheizkraftwerk. Bei Wintertemperaturen lässt sich ein weiterer Heizkessel hinzuschalten. An der Stelle, wo der neue Schornstein steht, ist auch bereits ein besonderes Fassadenelement montiert. Das Holzelement heißt Parklex. Es stammt aus Spanien, besteht aus Echtholzfurnier und ist epoxidbeschichtet. „Es ist wetterfest und gegen Sonnenlicht beständig“, sagt Seifert.

An mehreren Stellen kommt es an die Fassade, etwa auch in Höhe der zentralen Schwimmmeisterkabine. Ansonsten erhält das „Alldomare“ eine grau-anthrazit-farbene Metallfassade. In etwa vier Wochen werden auch die außen stehenden vier Lüftungstürme angeliefert und montiert.

Im „Alldomare“ wird es übrigens freies W-Lan, einen kostenfreien Internetzugang, geben. Dieser sogenannte Hotspot beschränkt sich auf große Teile des Bades und soll nicht auf die Innenstadt ausgedehnt werden.

von Michael Rinde

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