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Konzept soll Freibad zukunftsfest machen

Stadtverordnetenversammlung Konzept soll Freibad zukunftsfest machen

Das Rauschenberger Freibad wird in diesem Jahr Anfang Juni öffnen. Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung mit.

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Bürgermeister Michael Emmerich (rechts) und Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl (links) ehrten diese Feuerwehrmänner für 10, 20 und 30 Jahre aktiven Dienst.

Quelle: Matthias Mayer

Albshausen. Eine insbesondere von jugendlichen Badnutzern herbeigesehnte Neuerung wird die neue Saison bringen: Ein für alle Freibad-Gäste kostenloses WLAN-Netz. Wie der Bürgermeister berichtete, hat die Stadt mit einem Anbieter einen Vertrag zur Einrichtung eines Hotspots im Freibad abgeschlossen.

Dieses neue Angebot ist Teil eines neuen Freibad-Konzeptes, das der Magistrat den Stadtverordneten vorgelegt hat. Dieses Konzept sieht einige Veränderungen vor. So sollen sich die Saisonzeiten künftig nicht mehr streng nach Kalender richten, sondern bei entsprechend guter Witterung bis in den Herbst hinein verlängert werden können. Kooperationen mit Vereinen und Organisatoren sollen Kursangebote ins Freibad holen. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit privaten Anbietern, denen das Freibad beispielsweise für Fitness-Kurse zur Verfügung gestellt wird. Ein weiterer Punkt zielt auf kontinuierliche Angebote des mit Hilfe der Familie Barth reaktivierten Freibad-Kiosks ab.

Gründung eines Fördervereins soll helfen

Die genannten Punkte dienen im Zusammenspiel mit den geplanten Anschaffungen von Wasser-Spielzeug und eines großen Sonnensegels der Attraktivitätssteigerung des landschaftlich wunderschön gelegenen Freibads. Diese braucht es, um die Besucherzahlen und damit auch die Erlöse zu verbessern. Und diese wiederum sind mit Blick auf die Schuldenbremse dringend nötig, denn das Bad hat in den vergangenen fünf Jahren nach einer Aufstellung des Magistrats Defizite zwischen 83200 Euro (2010) und 95000 Euro (2011) eingefahren. Die Erlöse schwankten zwischen 13900 Euro (2011) und 21800 Euro (2014).

Auf die unerlässliche Kosteneinsparung zielt der letzte Änderungspunkt des Konzepts: Die Gründung eines Fördervereins. Schwimmbäder in Trägerschaft eines Vereins haben einen enormen Kostenvorteil, weil sie für Sanierungs- und Reparaturarbeiten öffentliche Zuschüsse bekommen. Das gilt für Schwimmbäder in kommunaler Trägerschaft nicht. Die Stadt investiert regelmäßig erhebliche Summen in den Erhalt des Schwimmbads, der von allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung gewünscht wird. Ein großflächiger Technik-Ausfall oder die Erneuerung der in ein biblisches Alter vorgerückten Beckenfolie könnten die Stadt finanziell in die Knie zwingen.

Personell ist die Saison bereits gesichert. Eine Fachkraft und die Familie von Altbürgermeister Manfred Barth stehen laut Michael Emmerich für die Badeaufsicht bereit.

Ausschuss tagt heute ab 19 Uhr im Freibad

Mit dem Schwimmbad-Konzept befasst sich am heutigen Dienstag der Rauschenberger Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales. Das Gremium trifft sich dazu um 19 Uhr unter Vorsitz von Frank Riedig (Bündnis 90/Die Grünen) im Freibad zu einer öffentlichen Sitzung.

Bei dieser Gelegenheit werden die Stadtverordneten auch die Renovierungsarbeiten und gärtnerischen Aktivitäten der ehrenamtlichen Helfer in Augenschein nehmen.

Erstmals wurden in Albshausen im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung Anerkennungsprämien des Landes Hessen an langjährige Feuerwehrleute übergeben. Rauschenbergs Stadtbrandinspektor Helmut Muhm sprach von einem angemessenen Rahmen für die Zeremonie. Aus der Anzahl der geleisteten Dienstjahre lasse sich nicht ermessen, welche Leistung dahinter stehe. „Wir stehen jede Minute für Sicherheit und fachkompetente Hilfeleistungen“, sagte Muhm.

von Matthias Mayer

Ehrungen

Bürgermeister Michael Emmerich, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl und Stadtbrandinspektor Helmut Muhm ehrten folgende Feuerwehrleute:

10 Jahre aktiver Dienst (100 Euro Anerkennungsprämie): Michael Block (Schwabendorf), Robert Schäfer-Springborum (Albshausen), Alexander Schein (Rauschenberg), Florian Muhm (Schwabendorf) und Heiko Lawrenz (Schwabendorf).

20 Jahre aktiver Dienst (Anerkennungsprämie 200 Euro): Heiko Knöppel (Bracht), Wolfgang Löchel (Bracht), Heiko Schein (Rauschenberg), Matthias Scheuer (Albshausen), Björn Schmidt (Albshausen), Dominik Jünger (Josbach), Matthias Krause (Rauschenberg), Holger Schmidt (Bracht) und Jan Wittekindt (Rauschenberg).

30 Jahre aktiver Dienst (Anerkennungsprämie 500 Euro): Erwin Klein (Wolfskaute), Olaf Richter (Rauschenberg), Markus Weckesser (Rauschenberg) und Thomas Würz (Rauschenberg).

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