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Konzept kommt bei der Jugend gut an

Jugendförderung Konzept kommt bei der Jugend gut an

Seit Oktober sind fünf junge Erwachsene in der Kernstadt und den Ortsteilen unterwegs und kümmern sich um die städtische Jugendpflege. Das Konzept geht auf - wie auch das Neujahrswürfeln zeigt.

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Kinder und Jugendliche hatten beim von der Jugendförderung organisierten Neujahrswürfeln viel Spaß.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Die Stimmung in den Bürgerstuben ist gut. Kinder und Jugendliche bejubeln jeden gewürfelten Pasch und freuen sich über ihre Gewinne. Bei all der mitfiebernden Begeisterung behalten die Jugendpfleger Alena Sennhenn, Anna Maria Bauer, Johannes Wilhelm, Valentina Daube und Frederike Schlote - die Nachfolgerin von Marius Maus - souverän die Übersicht. Die fünf jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 23 Jahren sind seit Oktober als Jugendpfleger in den Stadtteilen unterwegs und unterstützen die jungen Menschen bei ihren Ideen und Vorhaben.

Die Stadt Amöneburg hatte für das neue Jugendpflegekonzept eine halbe Stelle geschaffen und auf die fünf jungen Menschen aufgeteilt. Jeder von ihnen ist hauptverantwortlich für einen der Jugendräume. Eine der ersten Amtshandlungen waren Gespräche mit den Kirchengemeinden. Resultat: Inzwischen gibt es auch im Amöneburger Pfarrheim einen Jugendraum.

Neben wöchentlichen Treffen in den einzelnen Jugendräumen gibt es auch ein monatliches Angebot, das für alle Jugendlichen aus der Kernstadt und den Ortsteilen gilt. Die Identifikation mit den Räumen wurde bereits gesteigert: Mit Unterstützung der Stadt renovierten rund 30 Kinder und Jugendliche die Räume und gestalteten sie um. Inzwischen haben sie bereits zusammen gegrillt, Halloween (mit anschließender Fackelwanderung) gefeiert und Filme geschaut.

Für das gemeinsame Neujahrswürfeln hatte die Stadt Preise wie Kopfhörer, Spiele und Bücher zur Verfügung gestellt. Für Februar ist ein gemeinsamer Ausflug nach Medebach ins „Aqua Mundo“ geplant.

Bis auf Johannes Wilhelm (Langenstein) und Frederike Schlote (Schweinsberg) kommen die Jugendpfleger aus der Großgemeinde Amöneburg und hatten in der Vergangenheit Erfahrung als Betreuer bei den Ferienspielen gesammelt - und natürlich viele Kinder und Jugendliche kennengelernt.

Die „Jugendpflege“ heißt nun „Jugendförderung“

Schlote hat „Soziale Arbeit und Gesundheitswesen“ studiert. „Erziehungswissenschaften“ studieren die 23-jährige Alena Sennhenn und die 22-jährige Valentina Daube. „Wir wollen die jungen Leute in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und ihren Horizont erweitern“, sagt Schlote, die für den Jugendraum in Rüdigheim zuständig ist und sich über die gute Kommunikation mit der Stadt und einen monatlichen Austausch freut. Allerdings findet Schlote den Begriff „Jugendpflege“ nicht ganz zutreffend. Das Wort „Jugendförderung“ sei positiver und treffender und solle deshalb in Zukunft Verwendung finden.

In Rüdigheim treffen sich die Jugendlichen immer freitags um 18 Uhr. Dort gab es schon eine eingeschworene Gruppe Jugendlicher im Alter von 15 bis 16 Jahren. Neu Hinzugekommene seien aber herzlich aufgenommen worden, so Schlote. Aus der Gruppe sei der Wunsch entstanden, eigenes Geld zu verdienen, um einen Beamer anzuschaffen. Und so kooperieren die Rüdigheimer am Samstag mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, wenn sie gemeinsam die Weihnachtsbäume einsammeln.

Als „super“ wertet Bürgermeister Michael Plettenberg die ersten Monate der „Jugendförderung“. Er hofft auf eine Fortsetzung des bis Ende 2017 befristeten Projektes: „Es läuft richtig gut und ich wünsche mir, dass die Jugendförderung zu einer Dauereinrichtung wird.“

Dass es gut läuft, bestätigt auch Johannes Wilhelm. Er kümmert sich um den Jugendraum in Erfurtshausen. Viele Renovierungen seien dort nicht nötig gewesen, berichtet er. Bis zu 16 Jugendliche im Alter von 11 von 16 Jahren würden sonntagnachmittags die Angebote nutzen. Es sei mehrere Male zusammen gekocht worden, zudem seien Fifa-Turniere an der Playstation und das Spielen am Tischkicker beliebt.

Zwischen 12 und 15 Jugendliche besuchten regelmäßig die Termine in Mardorf, berichtet Anna Maria Bauer. Der Raum sei neu gestrichen worden und zusammen habe man gekocht, Plätzchen gebacken, gebastelt, Filme geguckt und eine Mini-Disko veranstaltet. Anna Maria Bauer ist die Nachfolgerin von Natalie Föth, die studienbedingt die Arbeit nicht weiterführen konnte.

Kaum erwarten können es die Jugendlichen, bis es im Amöneburger Pfarrheim losgeht und sie den Raum nach ihren Vorstellungen gestalten können. Alena Sennhenn hält zu den rund 20 Kindern im Alter von 11 bis 14 Jahren auch per WhatsAppKontakt.

In Roßdorf ist Valentina Daube verantwortlich. Dort gebe es etliche räumliche Möglichkeiten wie Mehrzweckhalle, Sternstuben oder Jugendheim. Sie könnten diese je nach Aktion nutzen - allerdings gehe die Suche nach einem eigenen Raum, auf den die Jugendlichen weiter hoffen, weiter. An Aktionen wünschten sich die Jugendlichen zudem einen Kinoabend in der Mehrzweckhalle und einen Waldspaziergang, fasst Daube zusammen.

von Karin Waldhüter

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