Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Kompromisslösung wird nachgebessert

Bauplan Kompromisslösung wird nachgebessert

Das geplante neue Feuerwehrhaus in Hatzbach ist seiner Verwirklichung einen großen Schritt nähergekommen.

Voriger Artikel
Gemeinde leistet heftigen Widerstand
Nächster Artikel
Zwei Männer sind seit 70 Jahren dabei

Die Skizze zeigt, wie der Grundriss des neuen Hatzbacher Feuerwehrhauses aussehen könnte. Baukosten: rund 505 000 Euro. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Nach zum Teil heftig geführten Diskussionen hat der Fachausschuss für öffentliche Sicherheit, Soziales und Kultur unter der Leitung von Frank Hille (CDU), der abgeänderten Beschlussvorlage zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses Hatzbach zugestimmt. Gegen die Vorlage stimmte Hans-Jürgen Back (CDU). Michael Goetz (Bündnis 90/Die Grünen) enthielt sich.

Eigentlich schien zu Beginn der Sitzung alles klar und die Abstimmung nur eine Formsache zu sein. Doch es kam anders. Bereits in 2013 hatte sich die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen einer Grundsatzentscheidung für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Hatzbach entschieden und mit 500000 Euro den Finanzrahmen abgesteckt. Für die Planung wurden Wünsche der Ortsfeuerwehr berücksichtigt. Drei Varianten entwickelten die Planer, und diese stellte Bauamtsleiter Klaus Hütten den Parlamentariern in einer der Abstimmung vorausgehenden Präsentation vor.

Die 607000 Euro teure Variante A sieht eine eingeschossiger Bauweise mit 233 Quadratmetern Nutzfläche vor. Die Variante B lässt sich in zweigeschossiger Bauweise für 460000 Euro realisieren. Allerdings finden sich die Funktions- und Schulungsräume auf zwei Ebenen. Ein Ausschluss-Kriterium. Schließlich könnte die Hatzbacher Wehr auch mal während der Schulungsabende alarmiert werden. Dann bestünde die theoretische Gefahr, dass Feuerwehrleute im Treppenhaus stürzen könnten. So blieb die Variante A 1.1 übrig. Sie ähnelt der Variante A, kommt aber mit 208 Quadratmetern Nutzfläche aus. Die Reduzierung geht zu Lasten der Fahrzeughalle und der Teeküche, die in den Schulungsraum integriert wird. Diese Variante lässt sich für 505000 Euro realisieren.

Ortsbeirat und Feuerwehr Hatzbach hatten sich grundsätzlich für diese Variante ausgesprochen, aber Kritik an der Größe der Fahrzeughalle und am Wegfall der separaten Teeküche geäußert. Diese Kritik artikulierte Ortsvorsteher Frank Drescher. Ein offenes Ohr fand Drescher bei Philipp Hesse (SPD), der vor allem mit der Vergrößerung der Fahrzeughalle die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes sichergestellt sah.

Annemarie Hühn (CDU) warnte vor einem Folgeeffekt. Auch die anderen Stadtteil-Feuerwehren könnten ähnliche und weitergehende Wünsche äußern. Eindringlich mahnte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) die Ausschussmitglieder zur Beschlussfassung, da ansonsten eine weitere zeitliche Verzögerung, verbunden mit einer möglicherweise ungewollten Kostensteigerung, eintreten könne.

Dem Kompromissvorschlag der Variante A 1.1., den der Ausschussvorsitzende Hille am Ende formulierte, stimmten die Ausschussmitglieder letztendlich zu. Er sieht vor, dass die Fahrzeughalle nun doch um einen Meter verlängert wird. Ebenso soll das Gebäude selbst um einen Meter vergrößert werden, um eine vom Schulungsraum abgeschlossene und damit unabhängige Teeküche realisieren zu können.

Die Verwaltung wurde gleichzeitig beauftragt, die zusätzlichen Kosten dieser Änderungen bis zur Beratung des Bauvorschlags im Fachausschuss für Grundsatzangelegenheiten und Finanzen zu ermitteln, so dass letztendlich bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung über die Durchführung des Projektes entschieden werden kann.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr