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Komplexes Singspiel vor großer Kulisse

Gastspiel der kleinen Oper Bad Homburg Komplexes Singspiel vor großer Kulisse

Kindgerecht und sehr aufwendig inszeniert ist das Kindermusical „Entführung aus dem Serail“, das in der Stadthalle aufgeführt wurde.

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Prächtige Bühnenbilder, aufwendige Kostüme und große Leistungen der Darsteller faszinierten die Besucher (kleines Foto) von „Entführung aus dem Serail“. Fotos: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Mehr als 300 Besucher nutzten die Gelegenheit und sorgten dafür, dass die Darsteller der kleinen Oper Bad Homburg eine ansprechende Zuschauerkulisse hatten. Es sollte ein Familiennachmittag sein und dementsprechend saßen viele Kinder jeden Alters im Publikum.

Das Stück trägt den Titel „Die abenteuerliche Reise ins Morgenland“ und ist die kindgerechte Bearbeitung der Oper „Entführung aus dem Serail“ von W.A. Mozart. Der komplizierte Opernstoff ist verkürzt worden und es gibt neben den ausgezeichneten Gesangsstücken immer wieder gesprochene Passagen. Farbenfrohe Kostüme eine bunte, recht aufwendige Bühnengestaltung, dazu entsprechendes Lichtdesign und Pyrotechnik fesselten die Kinderblicke. Wahrhaftige Opernsänger faszinierten mit ihren Stimmen dagegen mehr die erwachsenen Besucher. Das Singspiel war gemischt mit Pop-Elementen aus der Feder von Ali Neander, Mitglied der Rodgau Monotones, und wurde so zu einem wunderbaren Familienmusical. Es wurde live gesungen und vielfach durch Klavierspiel begleitet. Die fünf Personen der kleinen Oper Bad Homburg, einige Rollen waren doppelt besetzt, zeigten eine großartige Leistung und erhielten dementsprechend viel Beifall. Komische Szenen, beispielsweise mit dem als Menschenaffen verkleideten Darsteller, brachten die Kinder oftmals zum Lachen.

In dem Stück will der spanische Edelmann Belmonte seine von Piraten geraubte Braut Konstanze sowie das Liebespaar Pedrillo und Blondchen aus dem Serail des Bassa Selim befreien. Bewacht werden sie vom strengen Haremswächter Osmin, dem eigentlich alles Fremde unheimlich ist. Osmin verliebt sich jedoch in seine englische Gefangene Blondchen und achtet deshalb besonders auf sie und ihren Freund Pedrillo. Belmonte gibt sich als Religionsgelehrter aus, um so Einlass in das Serail zu bekommen und das Vertrauen des Bassa Selim zu erlangen. Die beiden führen Gespräche über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam, bei denen sie feststellen, dass jede der Religionen für sich stehen kann und keine die andere übertrumpft. Die geplante Flucht aus dem Serail wird von Osmin entdeckt und vereitelt.Mit Mord und Totschlag könnte dies alles enden, doch nicht bei Mozart, denn der weise Bassa Selim verzichtet auf Rache und schenkt Konstanze, Belmonte, Blondchen und Pedrillo die Freiheit. Denn Toleranz, Freundschaft und Liebe sollen Völker, Kulturen und Religionen verbinden.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf sagte mit dieser Aufführung ihren großen und kleinen Kunden Dankeschön. „Wir haben 600 Karten für diese Aufführung an unsere Kunden verschenkt“, sagte Michael Frantz von der Sparkasse gegenüber der OP.

von Klaus Böttcher

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