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Kolping glänzt mit "Frauenpower"

Stadtallendorf Kolping glänzt mit "Frauenpower"

Allerlei zum Thema Lokalpolitik, tolle Tänze und natürlich viel Musik gab es bei der Kolping-Fasenacht in der Stadtallendorfer Stadthalle.

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Hannah Schicha begeisterte die Zuschauer als akrobatisches Tanzmariechen.

Quelle: Mareike Bader

Stadtallendorf. „Frauen sollten an die Spitze“, verkündete Sitzungspräsidentin Brigit Schmitt auch mit Blick auf die frisch gewählte Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Ilona Schaub. Ihre Wahl habe ihr Mut gemacht, erneut als Sitzungspräsidenten den Elferrat anzuführen, denn „Frauen sind das starke Geschlecht“, so Schmitt und erhielt kräftigen Applaus.

Die Peteenis zeigten einen flotten Matrosentanz. Trainiert werden sie von Ivana Müller und Sophie Breitenstein. Foto: Mareike Bader

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Starke Frauen sind auf dem Vormarsch und das nicht nur beim Karneval. Da war es nicht besonders verwunderlich, dass Edwin Lotter mit seiner Büttenrede über Männlein und Weiblein bei den Narren nicht wirklich punkten konnte. „Die ganze Frauenbrut erträgt man nur mit Bier im Blut“, stellte er fest - erntete dafür allerdings mehr Buh-Rufe als Applaus.

Tanzgruppen zeigten, was Frau so drauf hat

Es gab viele starke Frauen auf der Bühne zu bestaunen, selbst das Männerballett „Kolibris“ hatte sich zum Teil als Frau verkleidet. Die vielen Tanzgruppen zeigten, was Frau so draufhat und sorgten im Saal für eine tolle Stimmung. Besonders die „Ahndorfer Marerje“ wurden von den Narren im Saal bei ihrem gruseligen Vampir-Showtanz kräftig angefeuert und bejubelt, ebenso die „Peteenies“ für ihren schwungvollen Matrosentanz. Auch die beiden Tanzmariechen Hannah Schicha und Vicky Görges begeisterten mit ihren energievollen und akrobatischen Tänzen. Und die beiden Garden der Kolpingfamilie sorgten für richtige Fasenachts-Stimmung. Insbesondere die junge „Funken-Garde“ präsentierte sich stolz mit viel Spaß am Tanzen.

„In der Bütt‘ lässt sich leicht reden“, befand Susanne I. vom Kolping-Prinzenpaar, die zusammen mit ihrem Prinz Mario I. wieder über Begebenheiten rund um Stadtallendorf berichteten. Da kam das „Hallenbadgerippe“ zur Sprache. Um der Lkw-Plage Herr zu werden, solle das alte Herkules-Gelände genutzt werden, um die Stadt-Kasse aufzupolieren.

Ein Papamobil für Pfarrer Vogel

Am Ende wurde ein Papamobil für Pfarrer Diethelm Vogel gefordert, denn da Niederklein nun auch kirchlich verbunden sei, brauche dieser Unterstützung für den langen Fronleichnamszug von Niederklein bis in die Stadtallendorfer Altstadt.

Auch die „Nomm se Bääre“ Heinz-Jürgen Schmitt und Jürgen Berkei nahmen die Lokalpolitik aufs Korn und kommentierten das Ganze dann auch noch musikalisch mit umgedichteten Liedern. „Selbst aus dem tristen Treysa kommste schneller weg“, sangen sie stellvertretend für einen Soldaten zur hiesigen Bahnanbindung.

Aber auch befreundete Gruppen, wie die „Feuerhexen“ des FCKK oder der Frauenverein aus Neustadt boten schwungvolle Tänze. Letztere verwandelten die Bühne in die „Pferderennbahn Neustadt“ und machten aus dem Narrenschiff ebenso eine Tierschau wie die KfD-Frauen mit ihrem „Shawn, das Schaf“-Tanz. Doch nach fast vier Stunden Programm und dem Finale war das Feiern noch lange nicht vorbei.

von Mareike Bader

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