Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Knapp eine Million für die Feuerwehr

Pläne Knapp eine Million für die Feuerwehr

Der Feuerwehrstützpunkt Rauschenberg wird im kommenden Jahr mit einem Kostenaufwand von 850000 Euro erneuert. Die Planungen für das Vorhaben wurden jetzt den Stadtverordneten vorgestellt.

Voriger Artikel
Vollsperrungen sorgen die Einzelhändler
Nächster Artikel
Mit einem Turnverein ging alles los

Die Fahrzeughalle wird abgerissen und an gleicher Stelle neu erbaut – mit vier statt drei Toren. Rechts neben der neuen Halle wird der Umkleide- und Sanitärtrakt entstehen.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) nannte vor der Stadtverordnetenversammlung vier Gründe für die größte städtische Investition des kommenden Jahres:

  • Da die Feuerwehr-Fahrzeuge von Generation zu Generation voluminöser werden, entsprechen die Tore der Fahrzeughalle nicht mehr den DIN-Anforderungen.
  • Derzeit wird die Einsatzbekleidung noch in der Fahrzeughalle aufbewahrt. Das ist nicht mehr zulässig, da die Einsatzkleidung mit Diesel kontaminiert werden könnte.
  • Die in den Unfall-Verhütungsvorschriften der Feuerwehr vorgesehenen Verkehrswege in der Halle werden nicht eingehalten. Das kann zu einer Gefährdung der Feuerwehrleute führen.
  • Die Fahrzeughalle befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Betonwände und Boden seien voller Risse. Wegen Feuchtigkeitsschäden auf der Rückseite musste das Erdreich abgetragen werden. Die Dämmung der Halle entspricht nicht heutigen Vorgaben. Der Entwurf des Brachter Architekten Hermann Koch sieht den Neubau der Fahrzeughalle am angestammten Platz vor. Die knapp 260 Quadratmeter große Halle bietet vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Der direkt rechts an die Halle anzubauende Umkleide- und Sanitärtrakt bietet rund 175 Quadratmeter Nutzfläche. Herzstücke sind die beiden Umkleideräume für Männer und Frauen mit jeweils zugeordneten Sanitärräumen. Gemeinsam genutzt werden zwei Funktionsräume: der Raum für kontaminierte Kleidung und der Trockenraum. Alle Räume des Anbaus sowie die Fahrzeughalle sind über einen langen Flur erreichbar. Eigenleistung der Wehr Wie Bürgermeister Michael Emmerich berichtete, muss die Stadt die Bausumme nicht allein stemmen. Für eine Sanierung von Feuerwehrhäusern im Bestand gebe es keine Landeszuschüsse, wohl aber für Neubauten. Allein deshalb sei es sinnvoll, neben dem Umkleide- und Sanitärtrakt auch die Fahrzeughalle neu zu bauen.Die förderfähigen Gesamtkosten bezifferte der Kämmerer auf 635000 Euro. Bei einer Mindestförderung von 30 Prozent könne die Stadt sicher mit einem Zuschuss des Landes in Höhe von 190000 Euro rechnen. Rauschenberg stehe auf Platz eins der Prioritätenliste im Landkreis. Bei einer fristgerechten Antragsstellung bis zum 30. September sei die Förderung für 2015 praktisch gesichert, erklärte Emmerich. Nicht förderfähig seien der Bau einer Photovoltaik-Anlage (50000 Euro), der Abriss der Fahrzeughalle (28000 Euro) und die Herstellung des Außengeländes, erläuterte der Bürgermeister. Die Rauschenberger Feuerwehr bringe in die Finanzierung Eigenleistungen im Wert von 70000 Euro ein. Insgesamt wird die Stadt im kommenden Jahr 950000 Euro in das Feuerwehrwesen investieren, da 2015 der Ankauf eines neuen Einsatzfahrzeuges für die Feuerwehr Ernsthausen vorgesehen ist. In einer nächsten Stufe plant die Stadt die Sanierung der Feuerwehrhäuser Schwabendorf und Albshausen.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr