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Klenner geht, Lang wechselt den Platz

CDU Stadtallendorf Klenner geht, Lang wechselt den Platz

Am 20. November, bei der nächsten Sitzung des Stadtparlaments, tritt Hans-Georg Lang als Stadtverordneten-Vorsteher voraussichtlich zurück. Er wechselt die Funktion.

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Der 25-jährige Jurist Stephan Klenner gibt den Vorsitz über die Stadtallendorfer CDU-Fraktion auf. Hans-Georg Lang verzichtet auf das Amt als Stadtverordneten-Vorsteher und will Klenners Nachfolge antreten. Archivfotos

Stadtallendorf. Bei der Stadtallendorfer CDU-Fraktion dreht sich überraschend das Personalkarussell. Auslöser ist Stephan Klenner, erst seit Februar 2012 Fraktionsvorsitzender der CDU in Stadtallendorf. Seinerzeit hatte er das Amt von Klaus Ryborsch übernommen. In der Stadtparlaments-Sitzung am 20. November gibt er sein Amt ab und legt zugleich auch sein Stadtverordneten-Mandat nieder. Das habe, wie Klenner auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte, rein persönliche Gründe. Wachsende Anforderungen seines Dissertationsprojektes und Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld hätten ihn dazu bewogen, zum Jahresende nach Marburg zu ziehen. In der Kreis- und Regionalpolitik will sich Klenner dagegen weiterhin engagieren. Der 25-Jährige ist unter anderem sozialpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion und Pressesprecher der CDU Marburg-Biedenkopf sowie der Jungen Union Hessen. Seit April 2011 gehört er dem Stadtallendorfer Stadtparlament an. „Die Entscheidung, meine kommunalpolitischen Aktivitäten in Stadtallendorf zu beenden, habe ich mir nicht leicht gemacht“, betont Klenner. Und etwas wehmütig fügt er hinzu, dass Stadtallendorf immer seine Heimat bleiben werde. Klenner hatte die CDU-Fraktion über seine Entscheidung vorab bereits Ende September vertraulich informiert.

Inzwischen ist klar, wer wohl sein Nachfolger werden dürfte - und das ist in der Tat eine zweite größere Überraschung: Hans-Georg Lang, seit mehr als 12 Jahren Stadtverordneten-Vorsteher, bestätigte Informationen der OP, dass er sein Amt aufgibt, um danach den Fraktionsvorsitz zu übernehmen. Voraussetzung ist natürlich, dass er in dieses Amt von den übrigen 16 Fraktionsmitgliedern dazu gewählt wird. Das soll im Zuge der zweitägigen Klausurtagung der CDU-Fraktion an diesem Wochenende passieren. Einen Gegenkandidaten hat Hans-Georg Lang nicht. „Ich bin das Amt nicht leid“, betont Lang im Hinblick auf seinen Verzicht auf das Amt des Stadtverordneten-Vorstehers. Er hatte die Aufgabe im Jahr 2002 als Nachfolger von Helmut Rohm übernommen. „Die Fraktion will mich an dieser Stelle sehen“, sagt der 60-Jährige, hauptberuflich Leiter der Amöneburger Stiftsschule. Lang hatte der Fraktion bei einer Sondersitzung mitgeteilt, dass er kandidiert. In seiner Zeit als Stadtverordneten-Vorsteher wirkte Lang als moderierend, ausgleichend und deeskalierend. Als Fraktionsvorsitzender wird er mitunter auch noch andere Qualitäten brauchen. Er werde seine ihm eigene Art nie ablegen und nun zum „scharfen Hund“ werden. „Aber ich werde natürlich klare Worte finden und Position beziehen“, ergänzt er. Im Übrigen habe sich die CDU-Fraktion nie als Opposition zu SPD-Bürgermeister Christian Somogyi gesehen, sondern Wert auf sachliche Zusammenarbeit gelegt. Die CDU-Fraktion steht bei ihrer Klausurtagung nun aber noch vor einer weiteren Aufgabe: Sie hat als stärkste Fraktion im Stadtparlament traditionell das Vorschlagsrecht für das Amt des Stadtverordneten-Vorstehers. Bisher sind noch keine Namen bekanntgeworden. Kandidaten hätte die CDU-Fraktion allerdings einige: So stellt sie unter anderem mit Ilona Schaub und Frank Hille zwei stellvertretende Stadtverordneten-Vorsteher und zugleich Ausschuss-Vorsitzende. Über den Vorschlag, den die CDU-Fraktion für seine Nachfolge machen wird, will Lang die Vorsitzenden von SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Republikaner informieren, sobald ein Name feststeht.

von Michael Rinde

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