Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Kleines Dorf mit großen Vorhaben

Ortsbeirat Kleines Dorf mit großen Vorhaben

Die SPD wollte ihn im Stadtallendorfer Magistrat sehen - doch Frank Drescher winkte ab: Dann hätte er schließlich nicht mehr Ortsvorsteher von Hatzbach sein können.

Voriger Artikel
Das Feuerwehrhaus wird teurer
Nächster Artikel
Becker folgt auf Bieker

Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub (rechts) mit Ortsvorsteher Frank Drescher (von links) sowie den weiteren Ortsbeirats­mitgliedern Wolfgang Dippel, Paul-Heinz Schmidt, Dieter Erber und Reiner Schmidt.Foto: Yanik Schick

Hatzbach. Frank Drescher hätte nach drei Legislaturperioden als Hatzbacher Ortsvorsteher in diesem Jahr die Chance gehabt, in den Magistrat der Stadt Stadtallendorf einzuziehen. Weil er dafür seinen bisherigen Posten allerdings hätte aufgeben müssen, verzichtete er in Ermangelung eines potenziellen Nachfolgers auf ein solches Mandat. „Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“, sagte er. Und so bleibt im Hatzbacher Ortsbeirat in den kommenden fünf Jahren alles beim Alten - zumindest personell. Die Aufgabenverteilung hat sich allerdings etwas gedreht. Wolfgang Dippel ist neuer stellvertretender Ortsvorsteher und löst damit Paul-Heinz Schmidt ab. Dieter Erber übernimmt die Schriftführung, Schmidt dessen Stellvertretung. Fünftes Mitglied ist Reiner Schmidt.

„Wir wollen überparteilich allen Hatzbachern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, betonte Drescher während der konstituierenden Sitzung. Wichtige Projekte gibt es jedenfalls viele: Damit die Fußwegeverbindung vom Dorfplatz zur Eichwaldstraße gebaut werden kann, müssen bis zum Herbst noch Förderanträge im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms gestellt werden. Außerdem sind laut Drescher im Kirchenumfeld noch kleinere Aufgaben zu erledigen. Der lang erwartete Neubau des Feuerwehrgerätehauses hat indes bereits begonnen, Ende des Jahres soll es fertig sein - offizieller erster Spatenstich ist allerdings erst am Montag. Beim Bau der Grillhütte warten die Hatzbacher noch auf die Baugenehmigung. Perspektivisch sei - dem Ortsvorsteher zufolge - aber auch eine Sanierung der Friedhofshalle dringend vonnöten.

Schon in der Vergangenheit hatte sich der Ortsbeirat mit der Zukunft des Grundschulstandortes „Am Hatzbachtal“ befasst. Aktuell teilen sich die drei Stadtteile Hatzbach, Erksdorf und Wolferode eine Grundschule, die über zwei Standorte in Hatzbach und Erksdorf verfügt. Wie Drescher erklärte, favorisiere das Staatliche Schulamt allerdings eine Aufteilung zwischen Schulbereich - in einem Ort - und Betreuungsbereich im anderen. „Wichtig ist, dass kein Stadtteil als Verlierer hervorgeht. Da müssen auch Zugeständnisse gemacht werden“, forderte der Ortsvorsteher.

Bürgermeister Christian Somogyi und Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub hoben derweil den ehrenamtlichen Einsatz der Ortsbeiratsmitglieder lobend hervor - gerade vor dem Hintergrund dessen, dass die Zahl der Kandidaten in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken ist: So hatten sich im März nur sechs Personen in Hatzbach zur Wahl stellen lassen. Somogyi und Schaub appellierten deshalb an die Einwohner - insbesondere an die Frauen unter ihnen - sich stärker einzubringen.

von Yanik Schick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr