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Kleines Dorf erlebt großen Andrang

Pflanzmarkt in Langendorf Kleines Dorf erlebt großen Andrang

Trotz unbeständiger Witterung herrschte am Samstag bereits vor der eigentlichen Eröffnung großer Andrang beim Pflanzmarkt rund um die Langendorfer Dorfscheune.

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Christine Heimann-Wockenfuß aus Wohra (links) und Su Gütter aus Langendorf hatten alle Hände voll mit dem Verkauf der Gemüsepflanzen zu tun. Der Markt war sehr gut besucht. Fotos: Waldhüter

Langendorf. Eine Stunde vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr bildeten sich bereits die ersten Schlangen vor den einzelnen Marktständen, und auf dem Weg zur Dorfscheune wiesen parkende Autos den Weg zu dem beliebten Markt im kleinen Wohrataler Ortsteil.

Am Samstag fanden die Besucherinnen und Besucher an den zahlreichen Ständen eine große Auswahl an Kräuter-, Gewürz- und Duftpflanzen, Stauden, Beet- und Balkonblumen sowie Gemüsepflanzen aus biologischem Anbau.

Ausrichter des Pflanzmarktes sind der BUND und eine fünfköpfige Pflanzmarkt-Initiative. „Der Markt funktioniert nur mit Unterstützung der ortsansässigen Vereine“, verdeutlichte Ben Bender von der Initiative. Rund 60 Mitglieder verschiedener Vereine seien in die Organisation mit eingebunden. „Und erfreulich viele Stände mit Kunsthandwerk ergänzten in diesem Jahr den Markt“, betonte Bender.

Selbst gezogene Pflanzen für kleines Geld

Alteingesessene Mitglieder und Mitbegründer des Pflanzmarktes vom BUND boten, neben den drei großen Gärtnereien aus Albshausen und Bad Berleburg, ihre selbst gezogenen Pflanzen an. „Ich finde es wunderbar, dass Leute ihre selbst gezogenen Stauden und Pflanzen aus ihrem Garten für kleines Geld hier anbieten, das muss man wertschätzen“, berichtete Gudrun Raabe aus Halsdorf. Zu diesen zählt Barbara Seitz aus Goßfelden. Seit über zehn Jahren bietet sie ihre selbst gezogenen Pflanzen auf dem Markt an und kommt immer wieder gerne nach Langendorf. „Die Atmosphäre ist schön hier, nicht so weitläufig und die Marktbeschicker kennen sich mittlerweile alle untereinander“, erzählt sie.

Aus Frankenberg ist Waltraud Freitag nach Langendorf gekommen. „Der Weg hierher lohnt sich, es gibt besonders schöne Pflanzen und ich nehme immer gerne ein selbst gebackenes Brot mit“, erzählt sie, während sie in einer langen Schlange auf ihren Einkauf wartet.

Tücher, Socken und ägyptische Malerei

Neben den Pflanzenständen gab es an Ständen mit Socken, Tüchern, Schmuck oder Mosaikarbeiten sicherlich auch noch das ein oder andere Muttertagsgeschenk auf den letzten Drücker zu entdecken.

Ein kleiner Flohmarkt und - zum ersten Mal - auch ein Korbflechter aus Hephata bereicherten das Marktangebot. Sogar ägyptische Malereien wurden an einem Stand angeboten, deren Betreiber die Besucher animierten, selbst zu Papier und Farbe zu greifen.

Kulinarisch blieb an diesem Tag im berühmten Dorf der Eigenleister und Selbermacher kein Wunsch offen, denn der SV Langendorf hatte für eine große Auswahl an Kuchen und Salaten und für gegrillte Bratwurst gesorgt. Der Backhausverein hatte nicht nur Backhausbrot gebacken, sondern bot auch Pizza, Spinatschnecken und andere Leckereien frisch aus dem Holzbackofen an.

Die Mitglieder des Fördervereins Kinder und Jugend Wohratal sowie die Pflanzmarkt-Initiative übernahmen tagsüber und am Abend die Bewirtung der Gäste. Abgerundet wurde der Markt noch mit einem kleinen Kinderflohmarkt.

Der Tag wurde abgeschlossen mit der „Pflanzmarktfete“ in der Dorfscheune Langendorf und zum ersten Mal mit Live-Musik von der Band „The Heads“.

von Karin Waldhüter

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