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Kleine Piraten erobern die Ohmstadt

Kinderfest Kleine Piraten erobern die Ohmstadt

Am Freitag widmeten sich hunderte Kinder und Erwachsene mit Hingabe dem "Fluch der Karibik", den der Kirchhainer Verkehrsverein in die Fußgängerzone geholt hatten.

Kirchhain. Der legendäre Captain Jack Sparrow, Filmheld aus „Pirates of the Carribean“ hätte sicherlich seinen Spaß an mancher Attraktion in der Kirchhainer Innenstadt gehabt. Gesichert am Seil kletterten Kinder in luftige Höhe, an anderer Stelle bastelten sie sich Schwerter oder auch den passenden Piratenhut, selbstredend mit Totenkopf und gekreuzten Knochen.

Und wieder einige Stände weiter ging es darum, mit ein wenig Geschick eine besondere Kanone abzufeuern. Sie verschoss leere Plastikflaschen. Um Wasserdruck aufzubauen, musste vorher ordentlich gepumpt werden. Und wer nicht aufpasste, bei dem ging der Schuss nach hinten los. Das tat dem großen Spaß aber bei keinem einen Abbruch.

Bereits zum 17. Mal hat der Kirchhainer Verkehrsverein ein Kinderfest in der Innenstadt organisiert. Im vergangenen Jahr hatte das Fest, dem monatelange Vorbereitungen vorausgingen, unter Regenwetter zu leiden. Das war am Freitag völlig anders. Bereits vor Beginn waren die an die Fußgängerzone grenzenden Parkflächen komplett belegt. Ab 10 Uhr ließen sich Kleine und Große in der Bahnhofstraße zunächst ein Frühstück schmecken. Dieses Highlight hat sich in nur wenigen Jahren bei den Besuchern etabliert.

Danach wollten die Kleinen meist gleich hoch hinaus und den „Piratenfelsen“ erklimmen. Der Piratenfels war ein Kletterturm. Gesichert mit Helm und durch ein Seil wagten sich sehr viele Kinder während des ganzen Tages in die Höhe. „Das war sicherlich für viele ein Höhepunkt“, freute sich Frank Armbruster, Mitglied im Organisationsteam des Kinderfestes über die Resonanz auf die Neuerung.

Kinder konnten, auch das hat sich in Kirchhain bereits seit Längerem bewährt, einen Parcours durch die Innenstadt ablaufen. An mehr als 20 Ständen von Einzelhändlern und Banken holten sie sich nach Erledigung der jeweiligen Aufgabe ihre „Piraten“-Stempel ab. Mal mussten die kleinen Freibeuter beweisen, was sie alles über Piraten wussten. Mal galt es, eine Piratenflagge oder gar eine echte Schatzkarte zu malen.

Inmitten der Fußgängerzone befand sich ein Gehege mit Alpakas und Eseln, direkt gegenüber warteten Ponys auf junge Reiter. Auch dieses neue Angebot nahmen die Kinder sehr gut an.

Mehr als 500 Kinder haben in diesem Jahr den Parcours bewältigt - ein großer Erfolg für die Veranstalter, wie Frank Armbruster am Freitagnachmittag zufrieden Bilanz zog. Einzig der Kinderflohmarkt hatte noch etwas unter dem verregneten Fest des vergangenen Jahres zu leiden. Im Vorfeld hatte es nur wenig Anmeldungen dafür gegeben. „Aber diejenigen, die da waren, berichteten von guten Geschäften“, sagt Armbruster.

von Michael Rinde

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