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Zurück zu geordneten Verhältnissen

Nahwärme Zurück zu geordneten Verhältnissen

Der Ärger um die Baustellensituation im Kirchhainer Stadtteil Kleinseelheim ist groß. Jetzt hat das Thema auch die Stadtverwaltung und das Parlament erreicht.

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Kleinseelheim. Die Stadt hat in Zusammenarbeit mit der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim, der EAM und den beteiligten Bauunternehmen versucht, die Baustellen so zu strukturieren, dass die Beeinträchtigungen für die Anlieger auf ein Mindestmaß reduziert werden können.

In dem Zusammenhang kam eine weitere Panne auf der Großbaustelle zur Verlegung des Nahwärmenetzes zutage: Nicht nur in der vergleichsweise kleinen Rodelstraße wurden die Nahwärmerohre nicht tief genug eingebaut, sondern auch auf dem Sandweg. Unter dem Sandweg liegt der zentrale Verteilerstrang für das Nahwärmenetz. Zugleich ist der Sandweg neben der Großseelheimer Straße die einzige Zufahrtsstraße in den Ort.

Die Rohre müssen auch am Sandweg wieder raus

Auf Anfrage des Stadtverordneten Reiner Nau (Grüne) erklärte Bürgermeister Olaf Hausmann, dass der Mindestabstand zwischen Fahrbahn-Oberkante und einem Nahwärmeleitungsrohr von 50 Zentimetern einzuhalten ist. Wird diese Tiefe nicht erreicht, kann die Stadt Kirchhain die Fahrbahn nicht wieder normgerecht herstellen. Bei den bereits verlegten Rohren im Sandweg wurde die Mindesttiefe teilweise nicht erreicht. Das bedeutet: Die Rohre müssen wieder raus und die Gräben vertieft werden. „Die ausführende Firma arbeitet in den nächsten Wochen nach“, sagte der Bürgermeister.

Nach der Zielsetzung der Stadt soll der Sandweg ab dem 11. November wieder aus Richtung Kirchhain bis zur Einmündung der Straße Zum Sportplatz befahrbar sein.

Die weiteren Ziele sind:

  • Am Fliederbusch soll der Lückenschluss der Nahwärmeleitung zwischen den Einmündungen mit der Kirschenbergstraße und der Blumenstraße bis zum 29. Oktober erfolgt sein. Ab dem 30. Oktober die Umleitung für die Kanalbaustelle in der Großseelheimer Straße über die Straße Am Fliederbusch.
  • In der Rodelstraße und der Blumenstraße soll die Wärmeleitung laut Zeitplan in den nächsten Wochen fertiggestellt werden. Die Verkehrsfreigabe auf beiden Straßen ist ab dem 16. November vorgesehen.
  • Ab dem 16. November folgt bis zum Jahresende der Bau der Wärmeleitung im Sandweg zwischen der Einmündung der Straße Zum Sportplatz in Richtung Ortsmitte zur Rodelstraße, Wiesenweg, Teichstraße (bis zur Einmündung Am Teich) und Am Teich. Ziel ist es, die Straßen bis zum Wintereinbruch befahrbar zu machen.
  • Ab dem 16. November steuert das Nahwärmenetz auf die Kleinseelheimer Außenbereiche zu. Die Leitungen werden von der Kirschenbergstraße aus über die Sonnenstraße und Auf der Heide geführt. Auch diese Straßen sollen - sofern das Wetter mitspielt - vor dem Wintereinbruch geschlossen sein.
  • Am 30. Oktober beginnen die Arbeiten zur Kanalerneuerung in der Großseelheimer Straße. Entgegen der von der Bauverwaltung geäußerten Absicht lässt sich die Baustelle nun doch nicht mit halbseitiger Sperrung und Ampel-Regelung verwirklichen. Die Straße muss voll gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über Kirschenbergstraße, Am Fliederbusch und Roßdorfer Straße.
  • Die Verkehrssituation in Kleinseelheim erfordert es, dass ab dem 30. Oktober nur noch eine Ersatzhaltestelle von den Bussen angefahren werden kann. Diese befindet sich auf dem Dorfplatz. 2018 kommt der große Rest Der große Rest an Tiefbauvorhaben wird im kommenden Jahr erledigt. Zum Abschluss wird Hessen Mobil die Großseelheimer Straße grundhaft erneuern. 

„Wir möchten die Verunsicherung und den Unmut in der Bevölkerung, die aufgrund der Baumaßnahmen vorhanden sind, herausnehmen und für alle Betroffenen eine Sicherstellung der Verkehrsführung erreichen“, wird Olaf Hausmann in einer Pressemitteilung der Stadt Kirchhain zitiert. Die Verantwortung für das Vorhaben liege bei der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim.

Gleichwohl wolle die Stadt Kirchhain als Mitglied die Genossenschaft bei ihren Planungen unterstützen, um schnellstmöglich geordnete Verhältnisse zu schaffen, heißt es weiter in der Mitteilung.

von Matthias Mayer

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