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Tauben fliegen von Barcelona aus nach Hause

Taubenzucht Tauben fliegen von Barcelona aus nach Hause

Am Ende der Saison kamen die Taubenzüchter des Weitstreckenclubs Ohmtal-Mittelhessen zusammen, um ihren Clubmeister und die erfolgreichsten Mitglieder auszuzeichnen.

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Über die Auszeichnungen freuten sich Horst Behle (von links), Friedhelm Klein, Clubmeister und Vorsitzender Werner Jacobi, Gerhard Claus, Karl-Heinz Wehrlein, Thomas Vogt und Heinrich Feußner.

Quelle: Karin Waldhüter

Ostkreis. Anfang der 80er-Jahre gründete sich der Brieftaubenverein unter dem Vorsitz von Werner Jacobi, der dieses Amt noch heute ausübt. Der „Weitstreckenclub Ohmtal-Mittelhessen“ ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Durchführung internationaler Brieftaubenwettflüge und zählt aktuell 73 Mitglieder, die aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf, aus Korbach, Frankenberg, Kassel und dem Harz kommen.

Mit dabei ist auch ein Mitglied, das aus Hamburg kommt. Bei den acht Weitstreckenflügen der Saison setzte der Club insgesamt 720 Tauben ein. Mit 1178 Kilometern legten die Tauben die weiteste Strecke von Barcelona aus zurück. Bevor es auf die internationalen Flüge ging, begann die Saison zunächst Ende April Anfang Mai mit Trainingsflügen und Distanzen von 100 bis 400 Kilometern.

Von Großseelheim nach Erkelenz

„Auf die weiten Strecken werden dann nur die erfahrenen Tauben geschickt“, so Werner Jacobi. „Die Mitglieder werden durch die Altersstruktur weniger und auch der Nachwuchs fehlt und damit nimmt auch die Zahl der Tauben ab, die sich an den Flügen beteiligen“, klagt der 62-Jährige, für den der Umgang mit seinen Tieren das liebste Hobby ist.

„Das Schönste ist die Zutraulichkeit der Tiere für mich, wenn sie von ihren Flügen nach Hause kommen“, erzählt Jacobi. Im heimischen Taubenschlag in Damm kümmert sich Jacobi, der schon viele nationale Preise nach Hause geholt hat, um rund 150 Tauben.

Auf die Reise gehen die Tauben von der Einsatzstelle in Großseelheim aus und gelangen von dort per Lkw nach Erkelenz. Von dort starten Tauben aus ganz Deutschland. Ein holländischer Lkw nimmt die Tauben dann an den jeweiligen Auflassort mit.

Jacobi wurde Clubmeister

An den Flügen nehmen Vereine aus Frankreich, Belgien, Holland und England teil. Dann beginnt die spannende Zeit des Wartens. Die Tauben tragen Gummiringe, die bei der Ankunft im heimischen Taubenschlag in eine verplombte Uhr eingebracht oder mithilfe eines elektronischen Konstantiersystems registriert werden. Aus fünf Flügen mit zwei Tauben wird schließlich der Clubmeister ermittelt. Wie in den letzten Jahren wurde Werner Jacobi erneut zum Clubmeister (10 Preise) gekürt, vor Karl-Heinz Wehrlein (10 Preise) und dem zweiten Vorsitzenden Heinrich Feußner aus Stadtallendorf (7 Preise).

Auszeichnungen

Schnellste Tauben: Friedhelm Klein aus Haiger von Barcelona, Thomas Vogt aus Ufhausen von Pau, Werner Jacobi von Ruffec, St. Vincent, Narbonne und Perpingnan, Karl-Heinz Wehrlein aus Wabern-Hebel von Marseille, Gerhard und Dagmar Claus aus Kassel von Brive.

Die schnellste erste benannte Taube: Heinrich Feußner, Pau, Werner Jacobi, Barcelona, St. Vincent, Narbonne und Perpignan, Dieter Amert aus Vöhl-Buchenberg von Ruffec, Karl-Heinz Wehrlein von Marsaille und Brive.

Schnellste 2er-­Serie Pau: Werner Jacobi.

Schnellste 3er-Serie Marseille: Friedhelm Klein.

Schnellste 3er-­Serie Narbonne: Werner Jacobi

Schnellste 3er-Serie Brive: Horst Behle.

Bei der Jährigenmeisterschaft belegte Werner Jacobi (3 Preise) den ersten Platz.

Kreider Pokal: Karl-Heinz Wehrlein (7 Preise).

Den Assvogel stellte Karl-Heinz Wehrlein, das Assweibchen Horst Behle.

von Karin Waldhüter

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