Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Radler erhalten eine eigene Ampel

Radwegenetz Kirchhain Radler erhalten eine eigene Ampel

Das Radwegenetz in Kirchhain verbessert sich in den nächsten Wochen erheblich. Dazu entsteht unter anderem auch eine Brücke an der Wohra-Flutmulde.

Voriger Artikel
Drei Bewohner erleiden Rauchgasvergiftung
Nächster Artikel
Das Wort Teamgeist mit Leben füllen

Bürgermeister Olaf Hausmann (links), Projektleiterin Meike Bonser und Fachbereichsleiter Volker Dornseif stellten das Vorhaben vor.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Seit Jahren müssen insbesondere ortsunkundige Fernradfahrer Umwege in Kauf nehmen, wenn sie auf den Radwegen 2 und 6 ins Kirchhainer Stadtgebiet kommen. Das ändert sich in den nächsten Wochen (die OP berichtete). Der Radwegebau an der Frankfurter Straße ist in vollem Gange. Bisher sind Radfahrer auf der Straße unterwegs – angesichts hohem Verkehrsaufkommen und diversen Unternehmenszufahrten ein erhöhtes Risiko. Der Radweg-Lückenschluss soll die Situation jetzt entschärfen.

Radler müssen künftig nur noch den Kreisverkehr überqueren und können hinter dem Viadukt den parallel zum Bahndamm zu bauenden Radweg nutzen, der bis zum Ausbau-Ende des Ohmtal-Radwegs reicht. Der R2 führt von dort aus Richtung Süden, also nach Marburg. Der R6 zweigt hinter der Wohra-Flutmulde links ab und folgt dem Radweg unterhalb des An-naparks.

Schmankerl Fahrradfahrerampel

Der neue Radwegabschnitt verläuft teilweise auf einem parallelen bisherigen Feldweg, der jetzt auf einer Breite von drei Metern ausgebaut wird. Zugleich unterquert der Radweg künftig, allerdings nur noch auf einer Breite von 1,5 Metern, das Eisenbahn-Viadukt an der Frankfurter Straße/Übergang Steinweg.

Zugleich entsteht „ein Schmakerl“, wie es Bürgermeister Olaf Hausmann und Fachbereichsleiter Volker Dornseif gestern bei der Vorstellung des Projekts formulierten. Kirchhain bekommt eine „Fahrradfahrerampel“. Sie wird, gesehen aus Fahrtrichtung stadteinwärts, unmittelbar hinter dem Viadukt stehen. Derzeit gibt es das Problem, dass Radfahrer wie auch Fußgänger kaum eine Chance haben, die Fahrbahn am Viadukt ausreichend weit einzusehen. Damit auch sie sicher unterwegs sein könnten, habe Hessen Mobil auf dieser Lösung beharrt. „Ansonsten hätte es die Förderung auch nicht gegeben“, verdeutlichte Dornseif.

Olaf Hausmann freut sich aus mehreren Gründen darüber, dass aus dem Radwegebau Realität wird. „Das ist auch touristisch ein Fortschritt für die Stadt“, blickt er nach vorne. Für Radfahrer, die mit dem Zug am Kirchhainer Bahnhof ankämen, sei es nun ein Leichtes, auf das Radwegenetz zu kommen.

Fertig bis Ende der Sommerferien

Damit allerdings der Fahrbahnabschnitt am Viadukt gefahrlos um den Radweg und die Radfahrerampel ergänzt werden kann, ist eine Sperrung und Umleitung notwendig. Ab heute wird der Verkehr in Richtung Stadt vor dem Viadukt über die Ziegelgartenstraße umgeleitet. Diese Sperrung wird bis Ende Juni dauern, so schätzt die Stadtverwaltung.

Das gesamte Bauprojekt soll bis zum Ende der Sommerferien abgearbeitet sein. Die Baufirmen haben an mehreren der insgesamt neun Unterabschnitte bereits einige Arbeiten geschafft. „Vielleicht geht es auch schneller“, sagt Meike Bonser. Sie ist die Projektleiterin in der Stadtverwaltung.

Das Projekt hat auch seinen Preis. Nach allen Ausschreibungen steht am Ende die Summe von 659000 Euro, wobei die Stadt einen Zuschuss von 80 Prozent aus dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz bekommt.

Im Gesamtpaket ist neben Brücke, 1200 Meter Radweg und Ampel auch noch ein Radfahrer-Rastplatz enthalten.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr