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Ein neuer Fördertopf für das Freibad

Ein Tropfen auf den heißen Stein Ein neuer Fördertopf für das Freibad

Der Kirchhainer Bau- und Planungsausschuss fasste während seiner jüngsten Sitzung einige einstimmige Beschlussempfehlungen, die zumeist auf die Aufnahme in Förderprogramme abzielen.

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Ausgespäht und zugeschlagen

Der Eingang zum Kirchhainer Freibad wirkt wenig einladend. Die Stadt versucht jetzt, in ein Förderprogramm zur Umgestaltung des 57 Jahre alten Bades zu kommen.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Ganz neu kam das vom hessischen Innenministerium angekündigte Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) auf die Tagesordnung des unter Vorsitz von Karl-Heinz Geil tagenden Gremiums.

  • Freibad

SPD und Linke beauftragten in einem gemeinsamen Antrag den Magistrat, sich um eine Aufnahme in das Programm zu bemühen. Bauamtsleiter Volker Dornseif erklärte, dass das Programm noch nicht fertig sei. Es solle ein Volumen von 50 Millionen Euro haben, verteilt auf zehn Millionen Euro pro Jahr.

„Angesichts des Zustandes hessischer Bäder ist das Programm ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD). „Wir werden der der einsame Sieger sein, aber wir wollen dabei sein“, entgegnete Karl-Heinz Geil. Wichtig ist, das wir sehr schnell ein schlüssiges Konzept vorlegen können, wenn es so weit ist“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Pöppler.

Ein ausreichendes Konzept liege bereits vor, erklärte Volker Dornseif und verwies auf dem Ende Februar gefassten Grundsatzbeschluss, am alten Standort das Konzept eines funktionalen Erlebnisbades zu verwirklichen.

  • Bürgerhaus Großseelheim, KiTa im Brand, KiTa auf der Röthe

Beim Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ geht es nicht nur um die Verwirklichung sozialer Ziele, sondern auch um das ganz große Geld, wie diese Zeitung ausführlich berichtete.

Da für die drei Vorhaben eine 90-Prozent-Förderung in Höhe von 1,9 Millionen Euro winkt, hatten die städtischen Gremien sogar die Regeln außer Kraft gesetzt. Weil die Zeit drängte, durfte der Magistrat den Antrag noch vor dem Placet durch das Parlament stellen.

Das ist inzwischen geschehen, wie der Bürgermeister berichtete. Der Ausschuss kam überein, zuerst die beiden Projekte in den Kindertagesstätten umzusetzen. Volker Dornseif erklärte, dass im Falle einer Aufnahme der Kirchhainer Projekte in das Programm ohnehin ein straffer Zeitplan gelte. Bis 2021 müssten alle geförderten Bauvorhaben abgeschlossen sein.

  • Radwegenetz

Lässt sich ein innerstädtisches Radwegenetz aufbauen, das sich mit den überregionalen Radwegen vernetzen kann? Diesem Prüfantrag von Uwe Pöppler an den Magistrat stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Der Christdemokrat hatte unter anderem vorgeschlagen, Radwegemarkierungen auf wichtigen Kirchhainer Straßen aufzubringen.

Die Kombination aus Straße und Radweg sei grundsätzlich gefährlich und nicht fahrradfreundlich, wandte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Reiner Nau ein. Dagegen unterstützte Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber (SPD) Pöpplers Vorstoß. Er sehe in der Frankfurter Straße immer wieder Radler, die nicht wüssten, wie sie über den Kreisel zu den Radwegen gelangen.

Der Antragsteller wollte dieses Thema schließlich in Richtung Stadtentwicklung erweitert wissen. „Wo wollen wir eigentlich hin?“, fragte Uwe Pöppler, unter Hinweis auf das Gedränge und Gehupe auf Kirchhains Straßen.

Die Radwege-Anbindung werde mit dem Landkreis diskutiert. Der Ausbau des R2 Richtung Stadtallendorf solle erfolgen. Eine Verknüpfung mit innerstädtischen Straßen muss kommen, erklärte Olaf Hausmann und ergänzte: „Ich bin bereit, in einer Runde darüber zu diskutieren. Das Thema Verkehrslenkung verfolgt uns ständig.“

von Matthias Mayer

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