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Langensteins Dorfgemeinschaftshaus rückt vor

Sanierungsliste Langensteins Dorfgemeinschaftshaus rückt vor

Reste aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) erlauben eine vor­zeitige Sanierung des ­Langensteiner Dorfgemeinschaftshauses. Das teilte Bürgermeister Olaf Hausmann vor den städtischen Gremien mit.

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Das Langensteiner Dorfgemeinschaftshaus strahlt den spröden Charme der 70er-Jahre aus. Seine Außenhülle soll komplett erneuert werden.

Quelle: Matthias Mayer

Langenstein. Ortsvorsteher Norbert Schulz sagte am Rande der jüngsten Ortsbeiratssitzung gegenüber dieser Zeitung, dass es am 30. August ein Gespräch mit dem Kirchhainer Bürgermeister Olaf Hausmann und dem Bauamtsleiter Volker Dornseif gegeben habe. Gegenstand seien die energetische Sanierung des Gebäudes mit Erneuerung von Dach, Fassade, Fenstern und Außentüren sowie die Übergabe des Gebäudes an einen Trägerverein gewesen.

Wie Norbert Schulz erklärte, hat sich die Langensteiner Vereinsgemeinschaft mit dem letztgenannten Thema beschäftigt. Dabei zeigten sich die Vereinsvertreter darin einig, dass die Gründung eines Trägervereins im mit Vereinen gesegneten zweitgrößten Außenstadtteil Kirchhains nicht sinnvoll ist. Die Funktion des Trägervereins lasse sich auch einem bestehenden Verein übertragen. Dafür komme beispielsweise der Dorfverein infrage, sagte der Ortsvorsteher.

Gibt genügend Baulücken im Dorf

Eine Entscheidung kann laut Norbert Schulz erst fallen, wenn eine Aufstellung der Unterhaltungskosten für das Gebäude für die letzten fünf Jahre vorliegt. Der Trägerverein solle keinem unkalkulierbaren Kosten­risiko ausgesetzt werden. Für die vergangenen drei Jahre kenne er die Energiekosten – 4500 Euro pro Jahr. „Die jährlich durchschnittlich 30 Vermietungen pro Jahr reichen nicht ganz aus“, stellte Norbert Schulz fest.

Der Ortsvorsteher betonte die herausragende Bedeutung des Dorfgemeinschaftshauses für das aktuell 1073 Einwohner zählende Langenstein und seine Vereine. So nutzten im „Dorf der Sänger“, wie Langenstein genannt wird, der Gesangverein mit seinen Chören und der Kirchenchor das Haus ebenso intensiv für ihre Probenarbeit, wie die große Volkstanzgruppe. Vor diesem Hintergrund wünsche er sich eine weitergehende Sanierung des etwas angeranzten Hauses. Zumindest die nicht mehr zeitgemäßen Innentüren und die Küche müssten erneuert werden.

Die Bauplatz-Situation nahm während der Ortsbeiratssitzung breiten Raum ein. Aus dem Gremium wurden Anfragen von Bauwilligen an den Ortsvorsteher weitergereicht, darunter auch eine von einem Interessenten, der im neuem Kernstadt-Baugebiet Röthe Null auf Platz eins steht, der aber lieber in Langenstein bauen möchte.

„Es liegt einiges im Argen, es geht einfach nicht weiter. Wir können Bauwilligen derzeit nichts anbieten“, klagte Norbert Schulz. Es gebe zwar genügend Baulücken im Dorf, doch die stünden nicht zum Verkauf. Die Stadt Kirchhain setze auf die Entwicklung von Bauplätzen am Gierweg, doch dort komme der Eigentümer der Flächen laut Stadtverwaltung „nicht in die Puschen“.

Ein Baudenkmalist verkauft

Letztlich hatte der Ortsvorsteher zum Thema Immobilien noch zwei gute Nachrichten zu vermelden. Eines der beiden denkmalgeschützten Häuser Am Langenstein 18/20 sei verkauft worden. Eine Familie wolle das heruntergekommene Anwesen herrichten. Außerdem lasse sich die Absicht des Dorfvereins, den Geräteschuppen neben dem Wasserhäuschen zu erwerben, wohl realisieren.

Über den Verbleib der noch nicht verausgabten Verfügungsmittel möchte der Ortsbeirat erst im Dezember entscheiden. Der Grund: Der SV Langenstein will im kommenden Jahr 34.000 Euro in die Bausubstanz seines Vereinshauses investieren und hat dazu einen Zuschuss des Ortsbeirats beantragt.

von Matthias Mayer

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