Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Gleich zum Start gibt es eine Hommage

Grenzgang Burgholz Gleich zum Start gibt es eine Hommage

Besser hätte die 700 Jahrfeier nicht beginnen können: Sonnenschein und gute Laune begleiteten die Teilnehmer bei ihren beiden Wanderungen entlang der langen Gemarkungsgrenze.

Voriger Artikel
Einstimmig, aber auch uneinig
Nächster Artikel
Vor Kleinkind ausgezogen?

Björn Debus läutete am Samstagmorgen den Burgholzer Grenzgang am Hunburgturm ein. Fotos: Karin Waldhüter

Burgholz. Nach drei Jahren Vorbereitungszeit war es am Samstag endlich so weit: Lautes Glockengeläut kündigte den Beginn des Grenzgangs an. So gelangt es Björn Debus im Schatten des Hunburgturms, schnell die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Mit dem Verlesen einer „Hommage an Burgholz“, die den Ortsvorsteher und Sprecher des zwölfköpfigen Festausschusses am Vortage erreicht hatte, begann das Dorfjubiläum mit einem ergreifenden Moment. Christa Mayer, geborene Zeiner, hatte einen Brief verfasst, in dem sie einen guten Festverlauf wünscht und über ihre Erlebnisse als Vertriebene und ihr Ankommen in Burgholz berichtete.

Im schönsten Sonnenschein machen sich dann rund 100 Burgholzer und viele Gäste, angeführt von Dirk Happel auf den Weg durch Wald und Feld. Zunächst stimmte Martin Weber vom Festausschuss aber noch die vielen kleinen und großen Wanderer mit einem Lied auf die Wanderung ein. Insgesamt 15 Kilometer galt es am Samstag entlang der Grenze zu Himmelsberg, Stausebach, Kirchhain, Langenstein und Emsdorf zu bewältigen.

Besser hätte die 700 Jahrfeier nicht beginnen können: Sonnenschein und gute Laune begleiteten die Grenzgänger bei ihrer Wanderung entlang der Gemarkung.

Zur Bildergalerie

Dabei ging es nicht immer unbedingt dem Grenzverlauf entlang. Grenznahe Wald- und Wanderwege wurden genutzt. Für ältere Gäste wartete ein Planwagen und die Burgholzer Feuerwehr sorgte für ein sicheres Überqueren der Landesstraßen.

Bei der Wanderung, entlang gelb blühender Rapsfelder und durch das herrliche frische Grün der Wälder, gab es viel Gelegenheit für Gespräche. Die gesamte Strecke hatte sich Georg Henkel vorgenommen. „Man muss ja wissen, wo man wohnt“, erklärte der 75-Jährige.

So verging die Zeit schnell und die erste Verpflegungsstation an der Battenhäuser Mühle erreichte die Gruppe ganz entspannt. An drei Treffpunkten wurden die Grenzgänger schon von ihren Grenznachbarn erwartet und die Gruppe der Wanderer wuchs mehr und mehr an.

An der Battenhäuser Mühle (Stausebach, Himmelsberg), an der Staude (Langenstein und Kirchhain) und an den Emsdorfer Fischteichen wurden sie von den Vertretern des Ortes, den Ortsvorstehern beziehungsweise Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann, willkommen geheißen. Verbindende Gemeinsamkeiten, seien es die Windräder, Heinrich von Langenstein, die erfolgreiche Teilnahme am Dorfverschönerungswettbewerb oder historische Begebenheiten, wurden hervorgehoben,

Geschenke wurden ausgetauscht und die Wanderer freuten sich über ein kühles Bier, ein Wasser oder das ein oder andere Schnäpschen.

Größten Anstieg schnell bewältigt

Die Glocke ließ Björn Debus immer dann erklingen, wenn eine Rede anstand oder der Weg nach einer Rast weiterging.

Den größten Anstieg galt es, auf dem zweiten Teilstück in Richtung Staude zu bewältigen, die schließlich 20 Minuten vor der angedachten Zeit erreicht wurde.

Friedlich in ihren Kinderwagen liegend legten die jüngsten Grenzgänger den Weg zur Staude zurück. Zum Wickeln, Stillen und Füttern von Baby Luca Schaub (5 Monate) und Jona Knabeschuh (4 Monate) nutzten Mama Bianca Schaub und Jona Knabeschuh das Feuerwehrauto. Beim Schieben der Kinderwagen bergauf hatten Mitglieder des Jugendclubs geholfen, erzählten die Mütter.

Papa Tobias Schaub ist als Burgholzer Wehrführer bei der Feuerwehr eingeteilt und Papa Philipp Knabeschuh fuhr den begleitenden Getränkewagen. Die gesamte Strecke bewältigte Rauschenbergs Stadtoberhaupt Michael Emmerich, genau wie sein Kirchhainer Amtskollege Olaf Hausmann.

Nach einem letzten Verpflegungsstopp an der Kreuzeiche war die Gerätehalle Emmerich das endgültige Ziel der Wanderer, wo ausgiebig und gut gelaunt weitergefeiert wurde. „Es war klasse, das Wetter war gut und als Nachbarn sind wir ein Stück zusammengerückt“, resümierte Björn Debus zufrieden.

Die Länge der Gemarkungsgrenze veranlasste den Festausschuss, die Grenze an zwei Tagen abzulaufen. Gestern wurde die Grenze zu Rauschenberg und Ernsthausen mit einer Gesamtlänge von neun Kilometern in Angriff genommen. Auch diese Etappe endete dann in der Maschinenhalle.

  • Als nächste Veranstaltung im Burgholzer Jubiläumsjahr folgt die traditionelle Kirschenkirmes mit Erntetag am 9. Juli.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr