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Feuerwehr-Nachwuchs zeigt sein Können

Jugendflamme Feuerwehr-Nachwuchs zeigt sein Können

Am Samstag stellte sich der Nachwuchs aus neun Kirchhainer Jugendfeuerwehren auf dem Festplatz verschiedenen Aufgaben und legte die Jugendflamme der Stufen eins und zwei ab.

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„Welchen Zweck haben der Achterknoten oder der Doppelte Ankerstich mit Halbschlag?“, will Johannes Sprenger von (von links) Nils Berlanda, Maximilian Wolf, Louis Horhäuser, Marcel Korycki und Falk Spohner von der Jugendfeuerwehr Kirchhain wissen.

Kirchhain. Wie finde ich einen Hydranten, und was brauche ich, um ihn dann zu öffnen? Was gilt es bei einem Stahlrohr zu beachten, und wie setze ich einen Notruf ab? 70 Jugendliche aus neun Wehren stellten sich am Samstag rund um den Feuerwehrstützpunkt den Fragen und Aufgaben der Wertungsrichter. Dabei standen nicht nur Aufgaben aus Feuerwehrtechnik und und zum feuerwehrspezischen Wissen im Vordergrund. Nachzuweisen waren zum Beispiel auch Fertigkeiten beim Absetzen eines Notrufes sowie beim Anfertigen von drei Knoten oder Stichen. Zudem mussten die Jugendlichen Aufgaben aus dem Bereich „Fahrzeug- und Gerätekunde“ lösen.

Unter dem Stichwort „Spiel und Sport, Ökologie, Soziales“ kam zum Beispiel mit der Verteilung der gelben Säcke oder der Weihnachtsbaumsammelaktion eine Kategorie zum Tragen, die nicht unbedingt am Prüfungstag selbst erfüllt werden musste.

Zur Abnahme, die zum ersten Mal in Kirchhain in einem solch großen Rahmen stattfand, waren die Jugendfeuerwehren aus Anzefahr, Schönbach, Niederwald, Sindersfeld, Stausebach, Langenstein, Emsdorf, Betziesdorf und der Kernstadt gekommen. 50 Jugendliche stellten sich den Aufgaben der Jugendflamme Stufe 1 und 20 Jugendliche den Aufgaben der Jugendflamme Stufe 2. Die Abnahme organisiert hatte die Jugendfeuerwehr Kirchhain mit Stadtjugendfeuerwehrwart Johannes Sprenger. Er ließ keinen Zweifel daran, dass am Ende alle die Auszeichnung erhalten werden. „Alle sind auf dem Stand, dass sie das schaffen“, betonte Sprenger den hohen Ausbildungsstand und hob hervor, dass die Jugendflamme kein Wettbewerb, sondern ein Ausbildungsnachweis sei, bei dem es auch um gegenseitige Unterstützung und Teamgeist gehe.

Die Jugendflamme Stufe 1 ist eine erste praktische Prüfung, die ein Mitglied der Jugendfeuerwehr während seiner Ausbildung in der Feuerwehr ablegt. Wenn die Mädchen und Jungen das Abzeichen der Stufe 1 entgegennehmen, haben sie einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann getan.

Nächstes Jahr ist auch die Stufe 3 im Angebot

Die Jugendflamme ist in drei Stufen unterteilt. Stufe 1 kann im Alter von zehn Jahren abgelegt werden, wobei die Jugendlichen mindestens ein Jahr in der Feuerwehr sein müssen. Geprüft werden sie dabei von ihrem Jugendfeuerwehrwart. Die bestandene Stufe 1 ist Voraussetzung dafür, dass die Jugendlichen an der Abnahme der Stufe 2 teilnehmen dürfen, dafür müssen sie mindestens 13 Jahre alt sein.

Ab Stufe 2 darf die Abnahme nicht mehr durch die Jugendfeuerwehrwarte erfolgen. Dafür waren Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk, Heiko Paul vom Fachgebiet Öffentlichkeitsarbeit und Jennifer Fackert vom Fachgebiet Wettbewerbe nach Kirchhain gekommen. „Der Leistungsstand ist wirklich gut, die Jugendlichen sind von ihren Jugendwarten gut vorbereitet worden, sind sehr motiviert und arbeiten teamorientiert“, lobte Gottschalk. Das bestätigte auch Tim Genath: „Im ganzen Stadtgebiet herrscht eine hohe Qualität in der Ausbildung, und wir können zufrieden sein“, erklärte der Jugendfeuerwehrwart der Kernstadt.

Sie hätten sich bewusst für den großen Rahmen entschieden, um das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Ortsteile zu stärken und sich kennenzulernen, erläuterte Stadtjugendfeuerwehrwart Johannes Sprenger die Wahl des Ortes und die Art der Veranstaltung.

Im Anschluss an die Verleihung der Jugendflammen verbrachten die Nachwuchsfeuerwehrkameraden noch gemeinsam Zeit beim Pizzaessen. Im nächsten Jahr soll es dann auch die Möglichkeit geben, die Jugendflamme Stufe 3 zu absolvieren.

von Karin Waldhüter

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