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Das Wort Teamgeist mit Leben füllen

Neue Schulleiterin Das Wort Teamgeist mit Leben füllen

Die Großseelheimer Grundschüler haben endlich wieder eine feste Schulleiterin. Diese wurde bei einer kleinen Feier gleich mit ins Boot geholt.

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Schulleiterin Regina Meissner stieg gemeinsam mit Viertklässlern in ein Schlauchboot und erntete reichlich Applaus. Rechtes Foto: Thilo Traub vom Schulamt überreichte die Ernennungsurkunde. Fotos: Constanze Wingender

Großseelheim. Die Zeit der kommissarischen Leitung ist vorbei. Zum 1. April wurde Regina Meissner offiziell zur Schulleiterin benannt. „Du bist genau die Richtige für uns“, hieß es aus dem Lehrerkollegium. Denn Regina Meissner ist eine alte Bekannte. Vor 27 Jahren, im Sommer 1990, kam Meissner nach Großseelheim. „Ich war damals die Neue und Jüngste“, erzählte Meissner und bemerkte, dass sie allmählich vom Küken zum Expertenstatus gewechselt habe. Eigentlich hat Meissner Lehramt für den Haupt- und Realschulunterricht studiert, doch in der Grundschule fühlte sie sich schnell zu Hause. „Die Tätigkeit in einer Dorfschule hat mir immer viel Spaß gemacht“, so die neue Schulleiterin.

Bei einer kleinen Feier gratulierten die Schüler, Lehrer und Eltern Regina Meissner zu ihrer neuen Aufgabe. „Der Beruf der Schulleiterin ist was ganz anderes“, erklärte Thilo Traub vom Staatlichen Schulamt, da Meissner nun mehr Zeit im Büro verbringen werde statt im Klassenzimmer. Dass die neue Schulleiterin viel Rückendeckung hat, bewiesen die herzlichen Beiträge der Schüler.

Viel Anerkennung von Kollegen und Schülern

So hatte die Klasse 4b ihre Einschätzungen zu Meissner auf Blütenblättern einer Sonnenblume aufgelistet, die zusammen mit den anderen Kindern aber noch sortiert werden mussten. „Nett und musikalisch“ oder „naturverbunden und freundlich“ bekamen klare Daumen nach oben - „faul“ oder „fies“ wurden hingegen deutlich abgelehnt. Die Schüler kennen ihre Schulleiterin eben. Und so nahmen sie die beiden vierten Klassen zur Melodie von „Guten Tag, auf Wiedersehen“, eines der Lieblingslieder der Lehrerin, mit auf eine Reise. Da musste sie Schülern bei Deutsch oder Mathe helfen und am Ende wurde sie mit ins Boot der ­Schüler genommen. „Unter deinem Kurs fühlen wir uns sicher“, hieß es aus dem Lehrerkollegium.

Beim umgedichteten „Schwarz und Weiß“ - das sonst eher im Fußballstadion gespielt wird - sangen alle Grundschüler zusammen weiter: „Es steht auf ­einer Seite, dass du hier die Chefin bist und das Beste für uns bist“.

Das passte wunderbar, denn die Reden von Ortsvorsteher Helmut Hofmann, der Pfarrerin Evelyn Koch oder vom Elternbeirat zeigten, dass für Regina Meissner die Zusammenarbeit wichtig ist und sie längst Worte wie „Teamgeist“ mit Leben füllt. Natürlich bekam sie auch weiterhin tatkräftige Unterstützung von allen Seiten versprochen. Und auch Meissner will weiter ein offenes Ohr für alle Anliegen haben, denn die Schüler seien für sie das Wichtigste der Schule, wie sie bekräftigte.

von Mareike Bader

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