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Betziesdorfer gestalten ihre Heimat

Kampf mit den Wurzeln Betziesdorfer gestalten ihre Heimat

Die Umgestaltung des Betziesdorfer Friedhofes kommt gut voran. Das berichtete Ulrich Ebert während der jüngsten ­Sitzung des Ortsbeirates.

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Der in Teilen hinfällige Spielplatz soll neu gestaltet werden. Dafür hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet. In einem ersten Schritt wurde ein neuer Zaun montiert.

Quelle: Matthias Mayer

Betziesdorf. Auf den evangelischen Friedhöfen in den Kirchhainer Außenstadtteilen obliegen Pflege und Unterhalt der Friedhöfe den Dorfgemeinschaften. Dafür liegen die Friedhofsgebühren weit unter denen der städtischen Friedhöfe in den katholischen Stadtteilen und in der Kernstadt.

Dass es mitunter mit Rasenmähen und Laubrechen nicht getan ist, zeigte Ulrich Eberts Bericht von den zurückliegenden Arbeitseinsätzen. Eine Hecke sei entfernt und deren Wurzelwerk an einem Samstag ausgebaggert worden. Allein acht Tonnen Wurzelwerk habe die Helferschar entsorgt.

Verblieben sind nun zwei Erdhaufen, die, da mit Steinen und kleinen Wurzeln durchsetzt, nicht auf dem Friedhof eingebaut werden können, so Ulrich Ebert. Diese seien derzeit das vordringlichste Problem. In Sachen Entsorgung habe er bei zwei Firmen angefragt. Ein Amöneburger Unternehmen wolle sich die Sache ansehen.

In einem nächsten Schritt wollen die Friedhofshüter eine neue Hecke anpflanzen. Die Wahl fiel auf eine immergrüne Hecke mit dünnen Astwerk. Wegen der Zahl der Pflanzen muss diese nach Ansicht von Ulrich Ebert ausgeschrieben werden.

Zudem müssen auf dem Friedhof fünf neue Bäume angepflanzt werden. Die Ahorne sollen so angeordnet werden, dass sich in deren Mitte eine Bank aufstellen lässt, erklärte Ulrich Ebert, der zum nächsten Heckenschnitt auf dem Friedhof am Samstag, 14. Oktober, um 9 Uhr einlädt.

Er setze für die Umgestaltung des Friedhofs auf die finanzielle Unterstützung der Kirche und der Stadt, denn aus eigenen Mitteln seien die Ausgaben nicht zu bezahlen, sagte Ortsvorsteher Dieter Tourte. Der nutzte die Ortsbeiratssitzung, um nach dem Kassenstand der Verfügungsmittel zu fragen. Schatzmeister Markus Beutel gab diesen mit 2614 Euro an. Dieser sollte in Minutenschnelle auf 1400 Euro schrumpfen.

Denn 1104 Euro lässt sich der Ortsbeirat das Dach für einen Unterstand kosten, der auf dem Spielplatz errichtet wird. Von dem aus dem Gremium vorgeschlagenen Ankauf eines Spielhäuschens sah der Ortsbeirat zum jetzigen Zeitpunkt ab. Wie Dieter Tourte erklärte, müsse erst der Aufbau neuer Spielgeräte abgewartet werden, die wiederum die „Sturzräume“ definierten, in deren Bereichen keine Aufbauten stehen dürfen.

100 Euro für den Erhalt der Viehwaage

Die nächsten 100 Euro stellte der Ortsbeirat für eine Betziesdorfer Besonderheit bereit: Das Dorf besitzt eine Viehwaage, die nicht nur funktionstüchtig ist, sondern auch benutzt wird. Die Folge: Die Waage muss im ­vierjährigen Rhythmus geeicht werden. Die nächste Eichung steht jetzt an und kostet knapp 200 Euro, die sich das Dorf und der Nutzer teilen, wie Ortsvorsteher Dieter Tourte berichtete.

Kein Geld, sondern Ideen waren zum nächsten Tagesordnungspunkt gefragt. Die Stadt Kirchhain hatte mitgeteilt, dass das Neubaugebiet Betziesdorf-Süd mit seinen 13 Bauplätzen durch zwei Straßen erschlossen wird. Dazu erbat die Stadt Vorschläge für die Straßennamen. Die kamen zig und spontan aus dem Gremium. „Eichäcker“ und „Zum Berggarten“ orientieren sich an den Gemarkungsbezeichnungen, „Hinter den Höfen“ und „Sonnenseite“ an der Lage des Baugebiets.

Der Vorschlag „Katharina-Lips-Weg“ will an ein Betziesdorfer Opfer der Hexenverfolgung erinnern. Der Doppelvorschlag „Heinrich-Mess-Straße“ und „Robert-Omnes-Straße“ soll die Bedeutung der Betziesdorfer Partnerschaft mit Plomelin unterstreichen. Heinrich Mess und Robert Omnes waren während der Gründungsphase der Partnerschaft Bürgermeister in Betziesdorf und Plomelin. Der letztgenannte Vorschlag erhielt den größten Zuspruch. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.

von Matthias Mayer

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