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8 Chöre, 200 Sänger und 300 Besucher

Konzert auf dem Marktplatz 8 Chöre, 200 Sänger und 300 Besucher

Acht Chöre verwandeln am Donnerstagabend den Marktplatz in einen großen Freiluft-Konzertsaal und begeistern mehr als 300 Besucher mit stimmungsvoller Chormusik.

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Der Auftritt des Männergesangvereins 1884 Niederwald mit Chorleiter Klaus Fillsack gehörte zu den Höhepunkten des zweistündigen Konzertes auf dem Kirchhainer Marktplatz.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Als das von über 200 Sängerinnen und Sängern vorgetragene melancholisch-schöne „Bajazzo“ fast am Ende des Programms verklingt, ist an diesem Abend ein weiterer stimmungsvoller Höhepunkt erreicht. Die langsam anbrechende Nacht verstärkt den Zauber der Töne noch, von dem sich die Zuhörer gerne einfangen lassen.

Zum fünften und damit in diesem Jahr zum letzten Mal, hatten die Stadt Kirchhain und der Verkehrsverein im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirchhain - sehen, hören, genießen“ eingeladen, und mit Beginn des Konzertes ist der Marktplatz gut gefüllt. „Es ist toll, vor so einem gefüllten Marktplatz zu stehen und das noch bei so gutem Wetter, da haben wir schon anderes erlebt“, freut sich Hannelore­ Wachtel, Vorsitzende des Verkehrsvereins, die durch das ­Programm führt.

Popsongs und Volkslieder

Zwei Stunden lang unterhalten acht „starke“ Chöre aus dem Stadtgebiet die Besucher. Die Bandbreite der dargebotenen Lieder reicht vom modernen Popsong bis hin zum bekannten Volkslied. Die Stücke „Heimat“, „Abendfrieden“ und das sehnsüchtige „Wie weit weg?“, präsentiert vom MGV Cäcilia Anzefahr, eröffnen unter der Leitung von Peter Dippel den stimmungsvollen Abend.

Mit der deutschen Version des Welthits „By the Rivers of ­Babylon“ und den beiden Beiträgen „Jetzt kommen die lustigen ­Tage“ und „Der Spielmann“ stellt sich der MGV Kirchhain, der zusammen mit dem befreundeten Männerchor aus Roßdorf auf der Bühne steht. Der MGV Kirchhain, ist der älteste aktive Verein Kirchhains und bereitet sich mit Dirigent Bernhard Wieber auf sein 180-jähriges Bestehen im kommenden Jahr vor.

Syrischer Migrant singt in Betziesdorf

Der Gesangverein Kleinseelheim, feiert im nächsten Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Er hat sich mit „Über sieben Brücken musst du gehen“ und dem Lied „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller, zwei moderne Stücke ausgesucht und animiert mit dem afrikanischen Wiegenlied „Sia hamba kukanjen quengo“ das Publikum zum Mitklatschen.

Mit „Raus aus dem Haus“, dem bekannten „Bett im Kornfeld“ und dem schönen „Tri Sulara“ weiß der MGV Emsdorf, unter der Leitung von Nina Knostmann zu gefallen. Die Sängerinnen und Sänger des Chors „All inkusive“ sind alle mit der ­Alfred-Wegener-Schule verbunden. Der Chor steht unter der Leitung von Anna Klein und kann sich nach „Radioaktiv“, „Take me home“ und „Wie kann es sein“ großen Beifall mit nach Hause nehmen.

Mit Chorleiter Bernhard Katzenbach besingt anschließend der „Liederkranz“ 1880 Betziesdorf die schöne „Loreley“ und bringt mit „Veronika“ das Publikums dazu, im Takt mitzuschwingen. Besonders bemerkenswert: In den Reihen der Betziesdorfer Sänger findet sich ein syrischer Migrant, der aktiv an den Terminen des Vereins teilnimmt.

Zugabe-Rufe für die Langensteiner

Zum ersten Mal hört man an diesem Abend „Zugabe-Rufe“­ als der letzte Ton der Sänger des MGV „Frohsinn“ Langenstein verklungen ist. Die 31 Sänger entführen die Zuhörer, mit Chorleiter Christoph Hohl, in „Spanische Nächte“ und gefallen mit „Elternhaus“ und dem schottischen Lied „Loch Lommand“.

„Bravo“-Rufe gibt es dann schon nach dem ersten Beitrag des MGV 1884 Niederwald. Die schönen Männerstimmen, mit ihrem Dirigenten Klaus Fillsack und die exzellente Artikulation in Kombination mit dem mitreißenden Repertoire sprechen die Zuhörer an und sorgen besonders mit dem Lied „Diplomatenjagd“ für Heiterkeit.

Den Abschluss bildet das mit Chören und Zuschauern gemeinsam gesungene Volkslied „Kein schöner Land“. „Es hat mir riesig gefallen“, erklärt am Schluss Bürgermeister OIaf Hausmann. Und sprach damit vielen Besuchern aus dem Herzen.

von Karin Waldhüter

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