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Kirchhain hat weiteren Ehrenbürger

Ehrungen Kirchhain hat weiteren Ehrenbürger

In knapp einer Stunde arbeitete das Kirchhainer Stadtparlament am Montagabend die Tagesordnung ab. Mehrere Punkte, bei denen es noch Klärungsbedarf gibt, wurden vertagt.

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Klaus Weber und Jochen Kirchner verliehen am Montagabend Ehrennadeln an langjährige Kommunalpolitiker.

Quelle: Thorsten Richter

Kirchhain. Eine Personalie hatte am Montag Seltenheitswert. Das Stadtparlament Kirchhain entschied einstimmig und ohne Aussprache, Willibald Preis die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Der Anstoß dazu war vom Ältestenrat und von Bürgermeister Jochen Kirchner ausgegangen. Kirchner übernahm in seiner letzten Parlamentssitzung in diesem Amt auch die Begründung des Antrags. Preis habe sich um alles gekümmert, was es in Himmelsberg und Kirchhain zu tun gegeben habe. „Seine Zurückhaltung dabei ist ein wohltuender Kontrast“, sagte Kirchner.

Die Ehrung von Willibald Preis erfolgt bei einer eigenen Veranstaltung. Als Preis nach der Abstimmung wieder in den Saal kam, gab es für ihn stehenden Beifall der Parlamentarier. Außerdem honorierte das Stadtparlament die Arbeit weiterer langjähriger und verdienter Kommunalpolitiker, darunter ein Stadtrat und drei Ortsvorsteher, die 26 und 36 Jahre ehrenamtlich wichtige Arbeit im Sinne der Allgemeinheit übernommen hatten (siehe Kasten). Ehrungen seien eine wichtige und notwendige Aufgabe, sagte Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber (SPD). Es gelte, Dank auszusprechen. Wobei Weber betonte, dass Ehrenbezeichnungen oder Ehrennadeln nur symbolisch für die geleistete Arbeit stehen könnten.

Auf Empfehlung des Ältestenrates wird das Stadtparlament den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zum Kiesabbau in Niederwald erst im September beraten. Beschlossen wurde unter anderem, zwei weitere Urnenstelen für den Kirchhainer Friedhof anzuschaffen.

Die Verabschiedung von Bürgermeister Kirchner und die Vereidigung seines Nachfolgers Olaf Hausmann hatte die Sitzung am Montag dominiert (die OP berichtete). Am Montagabend war Kirchner, unmittelbar nachdem er seine Abschiedsrede gehalten hatte, gegangen. Das hatte zahlreiche Teilnehmer überrascht.

Die OP fragte ihn am Dienstag nach den Gründen. „Ich bin gegangen, weil ich von diesem Stadtverordnetenvorsteher und diesem Ersten Stadtrat nicht persönlich verabschiedet werden wollte“, sagte Kirchner. Die Gründe lägen rund 12 Jahre zurück und hingen mit den Ereignissen rund um seinen Amtsantritt und die ersten Monate im Amt zusammen. Dass er direkt nach seiner Rede gehen werde, habe er im Vorfeld allen an der Planung des Abends Beteiligten per Mail mitgeteilt. Am 22. Juli will sich Kirchner nun persönlich von den Bürgern verabschieden und lädt dazu von 12 bis 15 Uhr in den Bürgersaal im historischen Rathaus ein.

Die Geehrten:

  • Hermann Albrecht wurde zum Ehrenstadtrat ernannt; Peter Thiel (Anzefahr), Gunther Decker (Betziesdorf) und Winfried Kläs (Emsdorf) sind zu Ehrenortsvorstehern ernannt worden.
  • Ehrennadel in Bronze (für 12 Jahre ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit): Ralph Binz, Harald Kraft, Evelin Leukel, Karin Pielsticker und Reinhard Heck;
  • Ehrennadel in Silber (für 20 Jahre): Hans-Christoph Nahrgang, Helga Sitt, Dieter Tourte, Hans-Heinrich Boßhammer, Jürgen Bromm und Rosemarie Lecher;
  • Ehrennadel in Gold (für 25 Jahre): Peter Emmerich und Reinhard Nicolai.

von Michael Rinde

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