Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Kirchhain bekommt Innenstadt-Radweg

Verbindung vom Stellwerk bis zum Steinweg Kirchhain bekommt Innenstadt-Radweg

Die Bahnhofsumfeld-Neugestaltung in Kirchhain erreicht nun auch die Bahnseite des EmpfangsGebäudes. Das teilte Bürgermeister Jochen Kirchner im Gespräch mit der OP mit.

Voriger Artikel
Bauarbeiter legen Sonderschicht ein
Nächster Artikel
Stadtallendorfer Spende hilft AWO-Heim in Sachsen

Das „Betreten-verboten-Schild“ der Bahn hat bald ausgedient. Die Stadt Kirchhain wird dieses Biotop hinter dem Empfangsgebäude von der Bahn übernehmen und für den Bau eines kombinierten Rad- und Fußweges nutzen. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der ehemalige Bahnsteig direkt hinter dem Empfangsgebäude ist inzwischen völlig überwuchert. Die Stadt wird dieses Areal von der Bahn übernehmen und auf diesem einen kombinierten Rad- und Fußweg errichten, erklärte Kirchner. Ziel des Vorhabens sei es, die Radler vom Bahnhofsvorplatz fernzuhalten und vor etwaigen Gefährdungen zu schützen. Kleine Kreisverkehre wie der am Bahnhofsvorplatz seien für Radler grundsätzlich problematisch, sagte der Bürgermeister.

Natürlich wäre ein rund 50 Meter langer Radweg auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes allein nicht zielführend. Tatsächlich wird der Weg mehrere hundert Meter lang sein und das Stellwerk mit dem Steinweg unter Einbeziehung der Kohls Gasse für Radler und Fußgänger miteinander verbinden.

Weg verläuft über den Bahnsteig

Bauamtsleiter Volker Dornseif erläuterte die Details des Vorhabens. Vom neuen Parkplatz am Stellwerk gebe es bereits einen durchgehenden Weg bis zum Empfangsgebäude, der zum Teil über den gut sechs Meter breiten Bahnsteig an Gleis 5 führt, an dem derzeit nur einmal täglich eine Regionalbahn abfährt.

Von diesem Bahnsteig werde ein drei Meter breiter Streifen für den Rad- und Fußweg abgetrennt, der am Empfangsgebäude durch das Brachland fortgeführt werde. Am Kurzzeitparkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Busbahnhofes knicke der Weg hinter dem Zweirad-Unterstand nach links in Richtung des vorhandenen Bürgersteiges ab, erklärte Dornseif. Von dort führen Fuß- und Radweg getrennt in Richtung Kohls Gasse, die eine bei Schülern und Radfahrern beliebte Abkürzung in Richtung Steinweg und Kasseler Straße ist.

Die Verwaltung hat für das Projekt einen Gesamtkostenaufwand von 134000 Euro errechnet. Wie der Bürgermeister und Kämmerer mitteilte, liegt der Eigenteil der Stadt lediglich bei 44000 Euro. Die restlichen 90000 Euro sind Fördergelder des Landes aus dem Gemeinschaftsprojekt Stadtumbau West, aus dem noch nicht alle für 2013 bereitstehenden Fördermittel abgerufen worden sind.

Gleichwohl darf Kirchhain als Schutzschirm-Kommune mit defizitärem Haushalt keine zusätzlichen Schulden für Investitionen aufnehmen. Die Stadt wird dies, so Jochen Kirchner, auch nicht tun, da sie inzwischen die Gelder aus dem Verkauf des stadteigenen Empfangsgebäudes an einen Marburger Investor vereinnahmt hat. „Diese zusätzliche Einnahme steht noch nicht im Haushaltsplan für das Jahr 2013 und kann deshalb für den Bau des Fuß- und Radweges verwandt werden“, sagte Jochen Kirchner der OP.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr