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Kinderheim-Leiterin gibt Einblick in harten Alltag

Ferienspiele Kinderheim-Leiterin gibt Einblick in harten Alltag

Während der Ferienspiele berichtete Marianne Iwanetzki über ein von ihr gegründetes Kinderheim in Tansania. Sie hinterließ tiefen Eindruck und nahm noch eine kleine Spende mit - mit der sie Großes bewirken kann.

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Marianne Iwanetzki (links) berichtet Kindern und Eltern über das Leben in Sumbawanga.

Quelle: Yanik Schick

Speckswinkel. Seit acht Jahren betreibt Marianne Iwanetzki mittlerweile das Kinderhaus in Sumbawanga, einer Stadt in den ärmsten Vierteln Tansanias. Kriminalität, Armut und Krankheiten wie Malaria sind dort weit verbreitet. Eltern sterben in vergleichsweise jungem Alter und lassen ihre Kinder zurück, die dann oft auf der Straße sitzen müssen.

Marianne Iwanetzki kümmert sich um diese Waisen. 13 Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 20 Jahren beherbergt sie aktuell. Dank zahlreicher Spenden können die Jungen und Mädchen die Schule besuchen. Dass sie später einmal ein eigenständiges Leben führen können, ist Iwanetzkis große Hoffnung.

Iwanetzki: "Den Blickwinkel erweitern"

Den Kindern in Speckswinkel berichtete sie ausführlich vom harten Alltag in Ostafrika. „Es ist ganz wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie gut es uns hier geht“, sagt die Kinderheim-Leiterin und ergänzt: „Ich möchte den Blickwinkel erweitern. Denn man kann ganz einfach helfen.“

Der Kontakt in den Ostkreis war vor vier Jahren über den Speckswinkler Christian Schmidt entstanden, der sich über lange Zeit in Sumbawanga engagiert hatte.

150 Euro sind zum Ende der Kinderferienspiele in Speckswinkel übrig geblieben. In Absprache mit den Eltern spendeten die Veranstalter den Betrag zum zweiten Mal an das Kinderheim in Tansania. Damit können sie Wertvolles bewirken, freute sich Iwanetzki und erläuterte den Speckswinkler Kindern, was sie mit dem verhältnismäßig geringen Betrag für afrikanische Verhältnisse erwirken kann: Sie ermöglicht Waisenkindern den schwierigen Zugang zur Bildung.

150 Euro sind umgerechnet etwa 350000 tansanische Schilling würden bereits ausreichen, um das Schulgeld eines Kindes für ein halbes Jahr bezahlen zu können, sagte Iwanetzki und betonte im Gespräch mit dieser Zeitung: „Diese Spende gibt mir Mut und Hoffnung. Es ist nicht nur einfach eine Geldsache, sondern auch eine emotionale Stütze.“

Thema: "Die Farben Gottes"

Für die Ferienspiel-Betreuerin Jessica Schultheiß war es selbstverständlich, den diesjährigen Restbetrag wie schon im vergangenen Jahr zu spenden. „Ich glaube, dass die Kinder in Tansania das Geld gut gebrauchen können“, sagte sie, „und durch die Beziehung zu Marianne Iwanetzki wissen wir, dass es auch ankommt.“

An den Kinderferienspielen nahmen in diesem Jahr 33 Kinder aus Speckswinkel und den umliegenden Ortschaften teil. Eine Woche lang hatte das Thema „Die Farben Gottes“ im Fokus gestanden. Die Kinder erprobten sich in verschiedenen Ratespielen, testeten ihre Sinneswahrnehmung und stellten sogar selbst Malfarben in Grün, Gelb, Blau und Rot her. Pfarrer Michael Fenner leitete täglich die Morgenpredigt.

Nähere Informationen zum Kinderheim in Tansania gibt es auf dieser Homepage.

von Yanik Schick

hoffnungfuerwaisen.de

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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