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Kinder untermalen die Musik mit "Farbtupfern"

Konzert Kinder untermalen die Musik mit "Farbtupfern"

Bei seinem zweiten Frühlingskonzert überraschte das Jugendblasorchester Neustadt die mehr als 200 Besucher im Haus der Begegnung mit einem nicht nur musikalisch bunten Programm.

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Einige Stücke, die das Jugendblasorchester spielte, untermalten die Majoretten mit ihren Tänzen.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Neustadt. Es war genau 19.30 Uhr, als das 26 Musiker starke Neustädter Ensemble mit dem „Kesseldorfer Marsch“ den Abend eröffnete. Es folgte eine Johannes-Heesters-Gala - eine Hommage an den bekannten niederländischen Entertainer, der im hohen Alter von 108 Jahren vor etwas mehr als einem Jahr verstarb.

Danach streifte das Programm, Melodien „aus aller Herren Länder“. Für einen Farbtupfer sorgten die Majoretten des Jugendblasorchester, die passend zu den aus Filmen bekannten Klängen „Auf einem Persischen Markt“ von Albert Ketelbey in orientalischen Gewändern über die Bühne tanzten. „Schließen Sie kurz die Augen und fühlen Sie sich in den Orient versetzt“, forderte Christoph Jarkow die Gäste auf. Der Dirigent und musikalische Leiter hatte stets mit einem flotten Spruch oder einer kleinen Bemerkung die Lacher auf seiner Seite.

Doch nicht nur das Publikum, sondern auch seine Musiker hatte er fest im Griff. Eine Geste mit dem kleinen Finger reichte aus, und die Klarinetten waren beim nächsten Einsatz gleich viel deutlicher zu hören.

Mehrfach sorgten die von Ramona und Gabriele Schlitt sowie Lena Kleinert trainierten Kinder für Farbtupfer im abwechslungsreichen Abendprogramm. Entsprechend nahm das Publikum auch eine wohl etwas zu kurz berechnete Umziehpause gerne und kritiklos hin.

Zu den bekannten Klängen des Traumschiffs wurden dann mit Wunderkerzen bestückte Kuchen hereingetragen und ein Marsch mit forschem Tanz in Paradeuniformen unterstützt.

Nur Pianist Olaf Schillmöller konnte den Gästen etwas leid tun. Sein sicherlich perfekt gespieltes Solo „Aus Holberts Zeiten“ fiel der Technik zum Opfer und blieb, stark übersteuert, der einzige Streichwert des Abends.

Beim Publikum fanden sowohl Programm wie auch der eine oder andere „Knalleffekt“ mit Konfettiregen großen Anklang. „In Neustadt ist man durch die Auftritte des Bundeswehrorchesters etwas verwöhnt“, kommentierte der langjährige musikalische Leiter und heutige Vorsitzende Norbert Kappel den nicht ganz ausverkauften Konzertsaal. Doch auf solche Nebensächlichkeiten achteten die Wenigsten.

Der Abend endete wie er begann mit einem „Marschkonfetti“ und als zweite Zugabe ganz zum Schluss „Alte Kameraden“. „Der geht immer“, freute sich ein Gast und klatschte kräftig mit.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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