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Kinder treffen Ritter und Pharaonen

Ferienspiele Kinder treffen Ritter und Pharaonen

Während der Rauschenberger Ferienspiele gab es jede Menge Eindrücke aus längst vergangenen Zeiten zu gewinnen. Ein Wermutstropfen trübte jedoch die ansonsten rundum gelungene Zeit.

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Vincent nimmt in vollem Lauf mit seiner Lanze den hölzernen Roland ins Visier.Fotos: Karin Waldhüter

Rauschenberg. Schon auf dem Weg zum Waldsportplatz ist das laute Stimmengewirr der Kinder zu hören. Dann ertönt ein lauter Fanfarenstoß und Ritter Georg von den Dreer (Jörg Dreer) hat sofort die Aufmerksamkeit der 35 Ferienkinder. „Mit Zuversicht reitet ihr an gegen den hölzernen Roland“, erklärt er mit fester Stimme: „Als nächste Exerzizie reitet ihr wider die wilde Sau.“

Einer der Höhepunkte der Ferienspiele ist der Besuch der Ritterschaft vom Uhlenhorst zu Betzichendorph. Während die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren beim Ritterturnier ihre Kräfte messen und auf hölzernen Pferdchen mit Helm und roten Leibchen selbst zu Rittern werden, feuern zahlreiche Eltern ihren Nachwuchs vom Waldrand aus an.

„Die Ferienspiele haben mir sehr viel Spaß gemacht“, betont der zehnjährige Paul dann auch nach dem „Ringleinstechen“ begeistert. „Zeitreise“, so lautete in diesem Jahr das Motto der Ferienspiele, die erstmals Stefan Ullrich organisierte. Unterstützt wurde er dabei von zehn ehrenamtlichen Helfern.

Seit Mai ist der 37-Jährige der neue Stadtjugendpfleger in Rauschenberg. Stefan Ullrich kommt aus Bracht und war zuvor in der Jugendhilfe tätig. „Die Ferienspiele sind extrem gut gelaufen, wir hatten ein engagiertes ehrenamtliches Team und tolles Wetter“, betont er.

Nur ein Ereignis sorgte für Unverständnis. Zu Beginn der Ferienspiele wurde der Seilgarten im Wald zerstört, die mit viel Mühe aufgebauten Slacklines gelöst und die Karabinerhaken wurden gestohlen. „Die Kinder waren natürlich am nächsten Morgen enttäuscht, und wir mussten alles wieder neu aufbauen“, ärgert sich Ullrich.

Neuer Stadtjugendpfleger freut sich über Stimmung

Während der einwöchigen Ferienspiele machten sich die Kinder täglich von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr auf eine Zeitreise in die Steinzeit, lernten unter anderem in Ägypten ihren Namen in Hieroglyphen zu schreiben, schnitzten in Rom ihre eigenen Speere und bastelten Lederbändchen.

Am Donnerstag gab es verschiedene Workshops zum Thema Mittelalter und eine Chaosrallye. Am Waldrand bauten sich die Kinder ihre eigenen Hütten, entwarfen ihre eigenen Teamwappen und erhielten jeden Tag Informationen zu den verschiedenen Epochen.

Beim Elterntag am Donnerstagabend standen das Ritterturnier, ein gemeinsames Grillen und die Präsentation der Arbeiten im Mittelpunkt. Am Freitag hieß es dann in die eigene Zeitepoche zurückzukehren und die begonnenen Arbeiten fertig zu stellen. „Viele Kinder haben bedauert, dass die Woche schon vorbei ist und die Ferienspiele dann zu Ende sind“, erzählt Ullrich, der sich über die positive Resonanz der Kinder freute.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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