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Kinder sollen kreativ sein und sich kennenlernen

Spende Kinder sollen kreativ sein und sich kennenlernen

Für Kinder aus der Chemnitzer Straße und Umgebung gibt es ein neues künstlerisches Freizeit-Angebot. Unter freiem Himmel können sie immer dienstags nach eigenen Ideen malen und basteln.

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Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf ermöglichte das Projekt mit einer Anschubfinanzierung.Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Etwa zehn Kinder haben sich auf der Wiese versammelt und sind bereits nach recht kurzer Zeit voll und ganz in ihre Arbeit vertieft. Einige malen mit Wasserfarben bunte Bilder, andere formen verschieden große Ton-Klumpen und bauen sie anschließend aneinander. Ingolf Anschütz und Ulrike Spies betreuen die Gruppe junger Künstler. Sie laufen umher und geben Tipps - allerdings nur dann, wenn es erforderlich ist. Laut ihnen soll es während der zwei Stunden bewusst keine Vorgaben geben. „Die Kinder können ganz frei sein und ihrer Kreativität freien Lauf lassen“, erklärt Anschütz die Idee hinter dem Projekt „Kunstkoffer“, das der Verein Kunstwerkstatt Marburg von nun an in Stadtallendorf betreibt.

Kinder und Jugendliche aus der Chemnitzer Straße sowie der näheren Umgebung sind eingeladen, dienstagnachmittags von 15 bis 17 Uhr an den Ruckerpark zu kommen, der sich direkt neben dem Kindergarten Süd befindet. Das Angebot der Kunstwerkstatt ist unverbindlich und kostenlos. Es soll sich in erster Linie an den Interessen der Kinder orientieren. So könne man, wie Anschütz deutlich macht, in den kommenden Wochen beispielsweise auch mit Holz arbeiten oder Specksteine schleifen. Verschiedene Werkzeuge wie Zange oder Laubsäge hat er deshalb grundsätzlich dabei. Doch der Hintergedanke des Projekts ist nicht nur künstlerischer Natur: „Wir wollen die Kommunikation der Kinder anregen. Sie sollen sich gegenseitig kennenlernen“, sagt Anschütz.

In Marburg unterhält die Kunstwerkstatt mit dieser Intention schon drei „Kunstkoffer“-Haltestellen. Man wolle bewusst in den sozialen Brennpunkten ein Freizeit-Angebot für Kinder schaffen, erklärten Anschütz und Ulrike Spies. Obwohl es in den kommenden Wochen deutlich kälter werden dürfte, versuchen die Betreuer, möglichst lang mit den Kindern unter freiem Himmel zu bleiben. „Bis Weihnachten möchten wir die wöchentlichen Treffen schon durchziehen“, äußert sich Ingolf Anschütz, „falls es regnen sollte, haben wir einen Pavillon dabei.“

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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