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Kinder lernen beim "Müll-Memory"

Stadtallendorf Kinder lernen beim "Müll-Memory"

Ein sorgsamer Umgang mit Natur und Umwelt lässt sich bereits im Kindergarten lernen. Das zeigt ein Projekt der Stadtwerke, das jetzt im Kindergarten St. Katharina startete.

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Armin Immel (links) und Uwe Wiegand starteten das Früherziehungsprojekt im Kindergarten St. Katharina.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Wie entsorge ich meinen leeren Joghurtbecher richtig und was passiert mit den Flaschen aus dem Glascontainer? Wo landet der Müll, wenn das Müllauto ihn abgeholt hat und was passiert bei der Müllverbrennung? Um solche und ähnliche Fragestellungen ging es im katholischen Kindergarten St. Katharina beim „vorschulischen Abfallerziehungsprojekt“ der Stadtwerke.

Es war eine Premiere, für die Kinder wie auch für Uwe Wiegand, den Abfallbeauftragten der Stadt und Armin Immel, den stellvertretenden Betriebsleiter. Dabei standen Spiele, ein „Willi-will’s-wissen“-Film zum Thema, viel Wissenswertes rund um den Kreislauf des Mülls von der Sammlung über die Sortierung und Weiterverwertung und die Müllvermeidung im Mittelpunkt.

Thema ist kein Neuland

Für den Kindergarten St. Katharina ist das Thema dabei kein Neuland. „Wir praktizieren Mülltrennung in unserer täglichen Praxis“, berichtet die Leiterin des Kindergartens Ute Haar.

Verschiedene Abfallschälchen auf den Tischen für Biomüll und Plastikmüll oder für Papiermüll stehen in den Gruppenräumen bereit. Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Einrichtung an der Frühjahrsputzaktion der Stadtwerke beteiligt. „Die Kinder hatten so viel Spaß dabei“, erinnert sich Haar. Das habe sieisehr überrascht. „Die Kinder gehen jetzt anders spazieren, die Aktion hat bei den Kindern ein anderes Bewusstsein ausgelöst“, berichtet Haar und deshalb sei man auch jetzt wieder dabei.

Die Abfall-Thematik war für die Kinder gut zu erfassen. Aufgeweckt verfolgten die 20 Vorschulkinder, aufgeteilt in zwei Gruppen die Erläuterungen. Sie hatten viel Spaß beim „Müll-Memory“ und wussten bereits, genau, dass bei der Müllverbrennung Energie entsteht.

Kindergartenleiterin verleiht Prädikat

„Dadurch, dass auch zuhause Mülltrennung praktiziert wird, verfügen die Kinder bereits über viele Kenntnisse“, berichtete Immel. Wichtig sei es, die Neugierde der Kinder zu wecken und spielerisch an das Thema heranzuführen.

Für das Projekt der Stadtwerke vergab die Kindergartenleiterin bei der Premiere ein besonderes Prädikat an die Besucher und ihre Informationen: „Prädikat sehr empfehlenswert, das können wir nächstes Jahr wiederholen“, erklärt Ute Haar am Ende des ersten Durchgangs.

Angedacht ist bei den Stadtwerken, das Projekt in allen Stadtallendorfer Kindergärten zu initiieren. Interesse habe bereits der Kindergarten St. Michael gezeigt, berichtete Armin Immel.

Der Abfallbeauftragte der Stadt hat noch weitergehende Pläne. „Es ist vorgesehen, auch in die Grundschulen zu gehen, das Konzept steht bereits“, verrät Uwe Wiegand.

Am 21. März wird wieder die Frühjahrsputzaktion in Stadtallendorf und den Stadtteilen stattfinden und auch der Kindergarten St. Katharina wird wieder mit dabei sein.

Unabhängig davon läuft auch das Projekt „Dog-Station“, bei dem es um die Hundekot-Entsorgung geht, weiter, Neben den bereits bestehenden „Dog-Stationen“ wird es in Zukunft auch eine „Dog-Station“ mit einem dazugehörenden Papierkorb in Schweinsberg geben. Diese „Dog-Station“ werde regelmäßig kontrolliert und überprüft, ob noch genügend Beutel vorhanden seien, so Immel.

von Karin Waldhüter

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